Fußball : Ehers überlegte 16 Stunden

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Vor einem knappen Monat, am 6. Juni um genau zu sein, berichteten die UeNa exklusiv, dass es bei den 1. Herren des TSV Uetersen einen Trainerwechsel gab: Nach dem Rücktritt von Heiko Waschatz (43) und Jörn Borstelmann (50) kehrte Peter Ehlers (45) nach nur einem Jahr Abstinenz auf die Trainerbank zurück. Nun nahm sich Ehlers, der zuvor schon von 2005 bis 2011 Coach in der Rosenstadt war, Zeit für ein Interview ...

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04. Juli 2012, 19:46 Uhr

Uetersener Nachrichten: Wie lange haben Sie überlegt, als Fußball-Spartenleiter Bernd Enderle Sie fragte, ob Sie wieder Trainer der 1. TSV-Herren werden wollen?

Peter Ehlers: „Am Freitag, 1. Juli um 20 Uhr wurde ich gefragt. Dann bin ich nachhause gefahren und habe mit meiner Frau darüber gesprochen – und am Sonnabend um 12 Uhr habe ich zugesagt!“

UeNa: Waren Sie nach Ihrem ‚Sabbatjahr‘ wieder heiß darauf, als Trainer zu arbeiten?

Ehlers: „Ja! Nachdem mir die Pause im Herbst 2011 noch sehr gut gefallen hat, wurde in den letzten Wochen dieses gewisse Kribbeln immer stärker und ich wollte gerne wieder anfangen ...“

UeNa: Hatten Sie, bevor Enderle auf Sie zukam, schon mit anderen Klubs gesprochen?

Ehlers: „Mit dem FC Elmshorn hatten wir geredet, nachdem klar war, dass der FCE und Bert Ehm ihre Zusammenarbeit nicht verlängern. Aber den Zeitaufwand, der in Elmshorn nötig wäre beziehungsweise gefordert wird, kann ich nicht betreiben. Und nun bin ich auch froh, dass es nicht mit einem Wechsel zum FCE geklappt hat – denn ich freue mich sehr auf die Aufgabe, die nun beim TSV vor mir liegt!“

UeNa: Wie zufrieden sind Sie mit der konditionellen Verfassung Ihrer Mannschaft nach der Sommerpause?

Ehlers: „Schon vor unserer ersten Übungseinheit hatte jeder Spieler von mir einen individuellen Vorbereitungsplan bekommen. Am Mittwoch der vergangenen Woche haben wir dann einen Cooper-Test gemacht, der sehr gut ausgefallen ist. Diese durchweg positiven Ergebnisse stimmen mich sehr zuversichtlich!“

UeNa: Wie beurteilen Sie das 1:1-Unentschieden im ersten Testspiel gegen den Oberligisten VfL Pinneberg?

Ehlers: „Für uns war das ein schöner Auftakt. Eigentlich ist das Ergebnis zu einem so frühen Zeitpunkt der Vorbereitung uninteressant – es hat aber sicher jedem Spieler einen weiteren Motivationscschub gegeben. Die Mannschaft hat stark ihre Ordnung gehalten und die von mir vorgegegeben Spielphilosophie gut umgesetzt. Die Spieler haben in der Besprechung vor der Partie aufgepasst und zugehört und dann streckenweise guten Fußball gespielt!“

UeNa: Können Sie, nach einem Testspiel und einigen Trainingseinheiten, schon etwas über Ihr Saisonziel sagen?

Ehlers: „Unser Ziel ist es immer, in der Landesliga unter die ersten fünf Mannschaften zu kommen. Das Problem dabei ist allerdings: Wir müssen sehen, wie wir aus den Startlöchern kommen. Momentan fehlen noch vier, fünf Spieler: Martin Bushaj war in den letzten Wochen verletzt, andere sind noch im Urlaub oder aus anderen Gründen verhindert. Deshalb ist es wichtig, dass wir die bestmöglichste Formation finden, um für den Liga-Auftakt gewappnet zu sein!“

UeNa: Wie sehen die langfristigen Ziele des TSV aus?

Ehlers: „Langfrisig haben wir die Zielsetzung ausgegeben, weiterhin talentierte Spieler aus der Umgebung zu gewinnen, die sich bei uns entwickeln können und wollen. Und natürlich möchten wir versuchen, an die Tür zur Oberliga Hamburg zu klppfen – aber damit uns das gelingen kann, müssen wir viele starke Spieler dazugewinnen. Es gibt hier jedoch viele gute Talente des 94ziger-Jahrgangs und ich hoffe, dass wir sie von unserem Konzept überzeugen können!“

UeNa: Welche Teams sehen Sie in der Spielzeit 2012/2013 in der Landesliga Hammonia als Titel-Favoriten und härteste Konkurrenten um die Top-Fünf-Plätze?

Ehlers: „Ich denke, dass die Anfang August beginnende Saison sehr ausgeglichen verlaufen wird und es keine solchen Überflieger, wie es zuletzt der FC Elmshorn als Meister und der SV Lurup als Vizemeister waren, geben wird. Die Teams, die schon im letzten Jahr gut gestartet sind und offensiv hochkarätige Spieler haben, in erster Linie den SC Poppenbüttel und den SC Alstertal-Langenhorn, erwarte ich wieder weit oben. Auch der Eimsbütteler TV hat sich gut entwickelt ... Klar ist: Es wird auf jeden Fall eine spannende Spielzeit werden!“

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