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Uetersener Nachrichten

19. November 2017 | 16:44 Uhr

Bebauungsplan : Edeka Paulsen expandiert

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Holmer Traditionsbetrieb geht auf Expansionskurs. Edeka Paulsen soll erweitert werden. „Holm wächst und wir wachsen auch“, erklärt Derek Bieri, der zusammen mit seiner Frau Sabine Paulsen-Bieri das Unternehmen führt. „Wir wollen investieren.“

shz.de von
erstellt am 05.Jun.2015 | 21:36 Uhr

Die ersten Hürden hat das Projekt problemlos überwunden. In einer gemeinsamen Sitzung befassten sich der Bauausschuss und die Gemeindevertretung mit der Änderung des Bebauungsplanes Nummer 16, der für das Vorhaben nötig ist. Einstimmig winkten die Politiker sie durch.

Birgit und Richard Möller von Möller-Plan stellten ihre Arbeit vor. Wichtigster Punkt: Der Edeka-Markt soll von 850 auf 1200 Quadratmeter erweitert werden. Hinzu kommen noch einmal Café, Lotto-Annahme sowie eine Poststelle. „Die jetzige Größe ist nicht mehr zeitgemäß“, erklärte Birgit Möller. Zum Vergleich: Edeka Paulsen wird nach der Erweiterung eine ähnliche Größe wie der neue Rewe-Supermarkt in Moorrege haben.

Angebaut wird in Richtung B431. Der dortige Parkplatz fällt für die Erweiterung weg. Ersatz-Stellplätze werden auf der Grünfläche zwischen Edeka und Wedeler Straße geschaffen. In einem Kreisverkehr sind dann die Parkplätze angeordnet. Die beiden kleineren Bäume müssen gefällt werden, die drei großen bleiben stehen. An den Zufahrtsregelungen aus den Richtungen Achter de Möhl und Im Sande ändert sich nichts. Die Lärmschutzwand in Richtung Norden bleibt unverändert.

Die B-Planänderung muss sein, weil die Fläche derzeit als Mischgebiet ausgewiesen ist. Es soll zu einem Sondergebiet Einzelhandel für die Nahversorgung werden. Die im ersten Stock vorhandenen Wohnungen sind in diesem Gebiet eigentlich nicht zulässig. Dieses Problem lösen die Planer über einen Bestandsschutz.

Ein altbekanntes Problem bekommt durch die Planungen neue Wichtigkeit, obwohl es mit dem Supermarkt direkt nichts zu tun hat. Als „nicht nachbarschaftsverträglich“ werden die Glascontainer an der Straße Im Sande im Rahmen des Lärmgutachtens beschrieben. Das gilt nicht für die derzeit von einem Wedeler Recyclingunternehmen verwendeten Behälter. Es würde auch für die lärmgedämmten Container gelten, die die Firma aufstellten sollte, auf die die Holmer jedoch immer noch warten.

„Geht man mit den Containern an einen anderen Platz, gibt es dort Ärger“, sagte Bürgermeister Walter Rißler (CDU). Möglicherweise könnten neue, in den Boden eingelassene Behältnisse die Lösung sein. Die seien zwar teurer, so Rißer, jedoch entstehe weniger Lärm.

u Streit um einen Fußweg

War die Sitzung weitestgehend harmonisch verlaufen, weil beide Fraktionen die Edeka-Erweiterung befürworten, kam es doch zu einem intensiven Streit, und zwar über einen Fußweg. Dietmar Voswinkel (SPD) plädierte dafür, den Weg von der Wedeler Straße zum Supermarkt zu erhalten. Für ältere Menschen sowie Frauen mit Kinderwagen sei diese sichere Strecke wichtig. Nach dem jetzigen Plan müssen sie über den Parkplatz gehen.

Daraufhin schlug dem Genossen kräftiger Gegenwind seitens der Christdemokraten Clemens Zimmermann, Uwe Hüttner und Horst Schaper entgegen. Besucher des Marktes müssten ohnehin über den Parkplatz gehen, auf dem zehn Stundenkilometer vorgeschrieben seien. Und der Fußweg müsste zuungunsten eines Baumes verlegt werden.

Bürgermeister Walter Rißler (CDU) wies den Weg zum Kompromiss: Der Fußweg wird nicht in den B-Plan aufgenommen. Allerdings setzt man darauf, dass die Betreiber des Supermarktes eine Lösung auf einem Grünstreifen finden. (tp)

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