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„Jango P.Nd Jackson“ : „Du bist wie ein Superheld“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es hat ihn elektrisiert. Mit 14 Jahren sah Patrick Ndongo zum ersten Mal eine professionelle Breakdance-Vorführung. Das war im Sommer 1998 in Hamburg-Schnelsen.

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2013 | 21:04 Uhr

Sein jüngerer Bruder besuchte an der Grundschule Röthmoorweg einen Workshop. Am Ende präsentierte der Leiter sein Können. Patrick Ndongo sah zu. „Das hat mich so begeistert. Ich habe mich sofort in diesen Tanz verliebt“, sagt er.

Inzwischen ist er 28 Jahre alt, nennt sich „Jango P.Nd Jackson“ – eine Anspielung an sein Idol Michael Jackson – und verdient mit dem Breakdance seinen Lebensunterhalt. Er unterrichtet in der Hansestadt an der Tanzschule On-Stage-Kids, in der Hip-Hop-Academy und in dem Verein „Deluxe Kids“ des Hip-Hop-Stars Samy Deluxe. Die Pinneberger Musikschule Paticon hat „Jango“ verpflichtet. Im September wird er zum dritten Mal an der Volkshochschule (VHS) Tornesch-Uetersen einen Breakdance-Kursus für Kinder geben. Für viele seiner Schüler ist „Jango“ ein Star. Aus dem Internet kennen sie seine Videos. 2009 tanzte er in dem Clip zu Xavier Naidoos Hit „Alles kann besser werden“. Bei Youtube ist zu sehen, wie seine zwölfköpfige Gruppe „Reckless Gang“ im September erstmals die deutsche Breakdance-Meisterschaft in Hannover, die „Battle of the year Germany“, gewann.

Auch in die anspruchsvolle Welt des Theaters tauchte „Jango“ ein. Im Februar trat er mit Tänzern der HipHop-Academy, einem Rapper, einem Beatboxer, einem Sänger sowie dem angesagten DJ und Musikproduzenten „Sleepwalker“ auf Kampnagel auf. Unter der Leitung der argentinischen Choreographin Constanza Macras führten sie das umstrittene Stück „Distortion – Verzerrung“ auf.

Geboren wurde „Jango“ in Hamburg-Schnelsen. Sein Vater stammt aus Kamerun, seine Mutter aus Deutschland. Das B-Boying, wie der Breakdance in der Szene heißt, ist für „Jango“ nicht nur ein Tanz, sondern ein Lebensstil. „Ich habe angefangen, weil ich meine eigenen Regeln machen konnte. Ich konnte selbst entscheiden: Was möchte ich, wie will ich's, wo will ich hin.“ Breakdance verhelfe den Tänzern, ihre Persönlichkeiten zu entwickeln. „Du bist wie so ein Superheld, kannst etwas, was andere Leute nicht können“, sagt er.

Diesen Geist des Breakdance will „Jango“ Kindern und Jugendlichen vermitteln. „Ich möchte, dass jeder seine Fähigkeiten entdeckt, dass sie Selbstvertrauen und Körperbeherrschung bekommen und Spaß haben“, sagt er.

„Jango“s Kursus „Breakdance für Kinder“ an der VHS-Tornesch-Uetersen, Tornescher Hof 2, Raum 07, beginnt am Montag, 16. September. Geplant sind zehn einstündige Einheiten. Die Teilnahme kostet 53,30 Euro. Anmeldung bei der VHS unter Telefon 04122/401543 oder im Internet unter www.vhs-tornesch-uetersen.de

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