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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 02:23 Uhr

Kekk Cares : DRK widerspricht den Kritikerinnen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Zeichen stehen auf eine Fortführung der Auseinandersetzung vor den Schranken des Gerichts. In einem Pressegespräch haben sich Reinhold Kinle, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, und Kirsten Kreuzhage, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen, gegen die schweren Vorwürfe gewehrt, die von Leena Molander und Dörthe Bräuner von der Selbsthilfegruppe „Krebskranke Eltern kleiner Kinder“ (KEKK) erhoben wurden (wir berichteten gestern). Und ihre Sicht liegt konträr zu der der Holmerinnen.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 19:43 Uhr

Der Hauptstreitpunkt dreht sich um die Urheberschaft von Kekk Cares, einem Projekt, mit dem ehrenamtliche Paten in Familien kommen, in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist. Die Beiden geben zu, dass die Idee von Dörthe Bräuner und Leena Molander stammt. Die Ausarbeitung lag aus ihrer Sicht jedoch beim Roten Kreuz. „Drei, vier Seiten“ umfasse das Konzept, so Kirsten Kreuzhage. „Mehr als 50 Prozent“ sei vom DRK gekommen, ergänzt Kinle. „Angedeutet habe er zwar während des letzten Gesprächs, dass der Kreisverband das Projekt allein weiterführen könnte. Am Ende stand jedoch die Erkenntnis, so Kirsten Kreuzhage, dass es sinnlos sei, das gleiche Projekt für die gleiche Zielgruppe noch einmal anzubieten. Man hat jetzt in Rellingen nichts mehr dagegen, wenn Kekk Cares weiterarbeitet. Das war im jüngsten Schreiben des DRK-Anwalts so nicht formuliert worden. „Wir wollen nicht, dass das Konzept von einer anderen Organisation genutzt wird“, erklärt Kinle. Konsequenz: Die Holmerinnen müssten auch die karitative Organisation um Erlaubnis fragen, wenn sie anderenorts Hilfe einholen oder neue Kooperationen eingehen wollen.

Anders sieht man beim Roten Kreuz auch die Entwicklung, die zum Bruch führten. Die Powerfrauen hatten neue Ideen entwickelt, die Rotkreuzler jedoch nicht in die Umsetzung eingebunden. „Als Träger haben wir die Verantwortung“, kritisiert Kirsten Kreuzhage diese Vorgehensweise. Schließlich lag die administrative Abwicklung bei der Kontaktstelle und die ehrenamtlichen Helfer seien über das DRK versichert gewesen.

Den endgültigen Bruch schildern die DRKler anders als die KEKK-Macherinnen. Danach wurde bereits im November 2013 über eine landesweite Ausdehnung im Rahmen des Roten Kreuz gesprochen, so Kinle. Der Wunsch, in Teilzeit beim DRK angestellt zu werden, sei von der anderen Seite gekommen. Im September 2014 hätte es eine Zusage von Dörthe Bräuner und Leena Molander gegeben, erinnert sich der Geschäftsführer. Die wurde für ihn völlig überraschend im Januar wieder zurückgenommen.

Spenden gingen zurück an die Spender

Ihnen Spenden vorenthalten zu haben, die für Kekk Cares bestimmt waren, warfen die Initiatorinnen Dörthe Bräuner und Leena Molander dem DRK-Kreisverband in ihrem Pressegespräch vor.

„Die Spenden gingen an das DRK“, erklärt Kreisgeschäftsführer Reinhold Kinle, „zweckgebunden für Kekk Cares.“ Deswegen sei es rechtlich nicht möglich, wie von den Holmerinnen gewollt die Summe auf das Konto des von ihnen gegründeten Vereins „Kinderglück & Lebenskunst“ zu überweisen.

Man habe insofern das Geld an die Spender zurückgegeben, damit die über die weitere Verwendung entscheiden könnten. Kinle berichtet von einer Initiative seitens des DRK-Kreisverbandes. Die Holmerinnen hatten behauptet, dass das Geld erst an die Spender zurückgegangen sei, nachdem sie bei der karitativen Organisation nachgefragt hatten.

Auf Rotkreuz-Konten liegen nach Darstellung des Kreisgeschäftsführers nur noch die Erlöse aus zwei Benefizveranstaltungen, die von den beiden Macherinnen direkt eingezahlt wurden. In diesem Fall gibt es vom DRK das Angebot, die knapp 1200 Euro auf ein Kekk Cares-Konto zu überweisen. Der Anwalt von Leena Molander und Dörthe Bräuner hat auf dieses Angebot noch nicht reagiert.

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