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Kindergarten : DRK-Kita: Politik muss entscheiden

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der DRK-Kindergarten hat eine Sorge weniger: Das Legionellenproblem ist gelöst. Für 30000 Euro hat die Stadt eine Kaltwasserleitung auf Putz legen und die Armaturen in den Waschräumen auswechseln lassen.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2012 | 21:12 Uhr

Die Sanierung der Wasserleitung war im Einvernehmen mit dem DRK erfolgt, nachdem die Tornescher Politiker ihre Entscheidung für einen Neubau des Kindergartens am Standort Friedlandstraße auf Eis gelegt hatten, da Eltern eine Unterbringung ihrer Kinder während der Bauphase in Containern ablehnten. Im Februar war an einem Runden Tisch nach Lösungen für den 39 Jahre alten und sanierungsbedürftigen Kindergarten gesucht worden. Ein dringend zu lösendes Problem war die Keimbelastung des Wassers. Es waren zwar Legionellenfilter eingesetzt worden, um die notwendige Wasserqualität zu gewährleisten, aber die Filter mussten alle vier Wochen ausgewechselt werden. Das hätte über einen längeren Zeitraum gesehen, Kosten verursacht, den Neubau der Kaltwasserleitung auf Putz rechtfertigten, obwohl nicht geklärt ist, ob der Kindergarten neu gebaut oder umfassend saniert wird.

„Wir sind froh, dass der Kindergarten jetzt legionellenfrei ist. Die Leitung ist auf dem neuesten Stand der Technik, es steht kein Wasser mehr in der Leitung und die Zapfstellenanzahl ist auf den Bedarf abgestimmt“, betont Sabine Kählert, Leiterin des Amtes für Soziale Dienste.

Sie war gemeinsam mit dem DRK-Kreisgeschäftsführer Reinhold Kienle in den Kindergarten gekommen, um sich von der keimfreien Wasserversorgung zu überzeugen und den Vertretern der Tornescher Firmen Gas- und Wasserinstallation Birr und Kruse Elektroanlagen für die zuverlässige und vorwiegend an Wochenenden ausgeführte Arbeit zu danken.

Auch Nadine Joswig, die am 14. Juni als Leiterin aus dem Kindergarten verabschiedet wird, da sie in einem DRK-Kindergarten Rellingen eine Leitungsstelle angetreten hat, freut sich, dass sie ihrer Nachfolgerin Sandra Lohse einen legionellenfreien Kindergarten übergeben kann. Doch Ruhe ist im und um den Kindergarten noch nicht eingekehrt: Das Dach leckt, eine Dachkuppel ist undicht und durch die Fenster der Krippenräume zieht es. Aber für das DRK ist klar: „Wir wollen den Kindergarten mit fünf Gruppen weiter betreiben“, so Reinhold Kienle. Die Tornescher Politik muss sich also dringend mit der Frage Neubau oder Sanierung des Kindergartens befassen. Dach- und Fenstersanierung würden allein 25000 Euro kosten, merkt Sabine Kählert an. Deshalb soll das Dach in den Sommerwochen erst einmal geflickt und für die weiteren Arbeiten ein Sanierungskonzept abgewartet werden. Die Politiker werden sich am 18. Juni und am 27. August im Bildungsausschuss mit dem Thema befassen.

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