Dreikönigstreffen: Schule ist Thema

Die 35 Gäste der Liberalen lauschten den Worten von Rolf Maßow und Anita Glahn.
1 von 3
Die 35 Gäste der Liberalen lauschten den Worten von Rolf Maßow und Anita Glahn.

Anita Klahn (FDP) nimmt im Schützenhaus Stellung zu G8/G9, zur Inklusion und zum Straßenausbau

shz.de von
08. Januar 2018, 16:05 Uhr

35 Bürger sind der Einladung der FDP Uetersen gefolgt und haben am Sonnabend am Dreikönigstreffen in den Räumen des Schützenvereins Uetersen teilgenommen. Geduldig warteten die Anwesenden auf die ihnen angekündigte Referentin aus Kiel, Anita Klahn, stellvertretende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion. Die traf aufgrund eines privaten Termins etwas verspätet ein, wurde dann aber den Erwartungen gerecht, als sie bei der Diskussion G8/G9 für Zurückhaltung warb. Man solle sich jetzt von der Diskussion eines zusätzlichen Raumbedarfs erst einmal nicht irritieren lassen, allerdings in der Tat bedenken, dass sich Schule gewandelt habe. Die Unterrichtsgestaltung habe sich verändert, Mensen würden benötigt und Inklusion sei ein Thema geworden.

Jamaika in Kiel habe der Forderung der CDU entsprochen und das neunstufige Gymnasium wieder zur Regel werden lassen. Beim Thema Inklusion wolle die neue Koalition Entscheidungsspielräume vor Ort schaffen. Wo es eine Akzeptanz gebe, genug Räume und auch genug Lehrkräfte, solle inklusiv weiter entwickelt werden. Weiter wolle man sich die Lehrpläne, die Fachanforderungen, anschauen und das bereits im Grundschulbereich. Jamaika will mehr Geld für den Bildungssektor ausgeben und die Lehrerausbildung besser steuern. So wolle man, sagte Klahn, Studienanfänger frühzeitig auf benötigte Fächer aufmerksam machen.

Doch nicht nur die Bildung soll stärker gefördert werden. Auch die Polizei solle für ihre Aufgaben mehr Geld aus Kiel erhalten.

In Schleswig-Holstein gebe es viel zu tun, so die FDP-Politikerin. Auch im Bereich Straßenbau. Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, habe alle Kreise angeschrieben, und diese gebeten, ihre zehn wichtigsten Straßenbaumaßnahmen zu nennen, um dabei unterstützen zu können. Und auch den Öffentlichen Personennahverkehr habe der Minister auf seiner Agenda, so Klahn.


Uetersen wartet auf Antwort des Ministers

Der Uetersener FDP-Ortsverbandsvorsitzende Rolf Maßow gab der Landespolitikerin mit auf den Weg, dass man in Uetersen immer noch auf eine Antwort des Ministers warte. Es gehe um die weitere Schiffbarkeit der Pinnau. Die Feldmühle könne derzeit nicht über den Wasserweg beliefert werden, weil der Fluss nicht ausgebaggert werde.

Zur landesweit geführten Straßenbaubeitragsdiskussion befragt, sagte Klahn, dass es das Ziel der Koalition sei, das Finanzausgleichsgesetz entsprechend zu ändern und Kommunen damit Gelder für den Straßenausbau zur Verfügung zu stellen. Nach Möglichkeit auch noch vor 2020. Ob diese Gelder dann auskömmlich sein werden, könne sie allerdings nicht sagen. Es sei in diesem Zusammenhang Ziel der Koalition, mehr Steuern einzunehmen. Und das über das Schließen letzter Schlupflöcher. Wenn mehr Gelder eingeworben würden, könne auch mehr verteilt werden.

Maßow hatte zuvor Sabine Werner gedankt, die den gemeinsamen Ortsverband sechs Jahre lang als Vorsitzende geführt hatte. Er sagte, dass es keinen Sinn gemacht habe, an einem Ortsverband festzuhalten, nachdem die Fusion der Städte Uetersen und Tornesch gescheitert sei. Freundschaftlich wolle man natürlich weiterhin verbunden bleiben.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen