Siedlung Harmonie : Drei Siedlergenerationen feierten

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Das kommt nicht oft vor, dass drei Generationen von Bewohnern oder ehemaligen Bewohnern einer Straße oder Siedlung zusammenkommen und einen Nachmittag miteinander verbringen. Doch in der Siedlung Harmonie ist das möglich. 50 Interessierte waren der Einladung von Margot und Paul Kersten gefolgt, das 45-jährige Bestehen der Siedlung mit einem Beisammensein in der Gaststätte Birkenhain zu begehen. Und sie hatten Kuchen mitgebracht und einen Anteil fürs Buffet geleistet. Die Älteren schwelgten in Erinnerungen und die Jüngeren hörten mit Interesse von dem nicht ganz leichten Weg bis zum ersten Spatenstich und dem Einzug von 16 Siedler-Familien im September 1967 am Pfahlweg.

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02. September 2012, 21:33 Uhr

Paul Kersten, Ehrenvorsitzender und damals Vorsitzender der Tornescher Siedler, brachte in seiner Ansprache in Erinnerung, dass am 1. September 1966 Baubeginn am Pfahlweg war: Nach sieben Jahren hartem Kampf um Genehmigungen und Finanzierungspläne. „Es war ein beschwerlicher Weg, aber er hatte sich gelohnt. Unser damaliger Bürgermeister Willy Meyer bewunderte uns für unseren Mut. Man muss Dinge oft in die Hand nehmen, um ans Ziel zu gelangen. Ich denke, dass wir ein Stück Ortsgeschichte mitgeschrieben haben“, so Paul Kersten. Bauherr der verschiedenen Typenhäuser für die Siedlung im Grünen war damals die Gemeinnützige Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Stiftung Adlershorst e.G.m.b.H.“. Ihrer Siedlung gaben die Familien dann den Namen „Harmonie“ und entwickelten sie zu einer Mustersiedlung, die mehrfach Auszeichnungen des Siedlerbundes erhielt. Harmonie, gegenseitige Unterstützung, das Feiern von Festen, das Ausrichten von Skatturnieren und das gesellige Miteinander im Frauen-Kegelclub und im Häkelbüdelclub bestimmten fortan das Leben in der Siedlung. Nicht mehr alle Siedler der ersten Stunde am Pfahlweg leben noch in ihren Häuschen, einige wurden bereits von Kindern oder Enkeln übernommen und im Komfort dem Zeitgeist angepasst, andere an neue Besitzer verkauft. „Drei Generationen heute unter einem Dach zu haben, ist der schönste Erfolg unserer Siedlung Harmonie“, so Paul Kersten.

Auch Bürgermeister Roland Krügel war zum Gratulieren gekommen und versprach, sich noch einmal des Themas Laubentsorgung anzunehmen. „Wir dürfen gerade die ältere Generation mit der Laubentsorgung nicht alleine lassen“, sagte er. Glückwünsche und Grüße des Kreisverbandes Wohneigentum/Siedlerbund überbrachte der Kreisvorsitzende Richard Schulz. Er dankte den Siedlern für 45 Jahre Treue zum Siedlerbund und wies darauf hin, dass der Verband seinen Mitgliedern auch in Fragen Energieeinsparung und energetische Sanierung zur Seite steht.

Mit einer kleinen Powerpoint-Präsentation mit Aufnahmen von den Anfängen der Siedlung sorgte Paul Kersten für Freude. Denn die Siedler und deren Kinder erkannten sich auf den zum Teil 45 Jahre alten Aufnahmen sowie bei Aufnahmen von Festen und Ereignissen in der Siedlung wieder und stellten fest: „Wir sind mit unserer Siedlung 45 Jahre älter geworden.“

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