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Wedels Hafenmeile : Drei Millionen für Filetstück

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit der vergangenen Woche sucht die Stadt Wedel im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung nach einem Investor, der das Grundstück an der Kopfseite des neuen Schulauer Hafens entwickelt und gestaltet. Vorgesehen ist der Bau eines Hotels. Mit dem Zuschlag bekommt ein Investor obendrein die Chance, den umgebauten Schulauer Hafen zu betreiben.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2015 | 23:19 Uhr

Er wird das Herzstück der Maritimen Meile zwischen Hamburger Yachthafen und Business Park Elbufer. Da es bislang nicht gelungen ist, einen Betreiber für den Schulauer Hafen mit seinen bis zu 120 Liegeplätzen zu finden, möchte die Stadt das Projekt mit dem Neubau eines Hotels verbinden. Das, so hofft Bauamtsleiter Klaus Lieberknecht, soll die Interessenten überzeugen. „Die mögliche Kombination von Hotel und Hafenbetrieb ist aufgrund der äußerst attraktiven Lage an der Elbe eine besondere Option“, sagte er. Das sogenannte Hafenkopf-Grundstück am Strandbaddamm ist fünfeinhalb Hektar groß und hat einen Schätzwert von drei Millionen Euro. Vorgesehen ist der Bau eines Hotels mit bis zu sieben Vollgeschossen, Platz für Gastronomie, Handel und Gewerbe. Erreichbar soll das neue Gebäude oder Gebäudeensemble nicht nur vom Strandbaddamm aus sein, sondern auch von der Hafenseite.

Bei der Vergabe drückt die Stadt aufs Tempo. Noch vier Wochen haben Interessenten Zeit, sich zu bewerben. Bis zu fünf Abgebote kommen in die engere Wahl, werden erneut geprüft, bis schließlich die Entscheidung für einen Investor fällt. Will die Stadt im Zeitrahmen bleiben, muss der Bebauungsplan noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Wer auch den Hafen betreiben will, muss reichlich zusätzliches Geld mitbringen. Noch fehlt es an jeglicher für Bootseigner notwendigen Infrastruktur. In der Verantwortung des Investors liegt deshalb auch der Bau einer Schlengelanlage mit bis zu 120 Liegeplätzen sowie einem Anleger für Traditionsschiffe und einem Platz für das DLRG-Schiff. Dazu kommen die Errichtung der Strom- und Trinkwasserversorgung, eines Bootslagers sowie einer Anlage für die Ver- und Entsorgung von Treib- und Schmierstoffen. Erwartet wird von dem Hafenbetreiber außerdem, dass er sich im Rahmen einer Mitgliedschaft im Hafenbeirat aktiv einbringt in die Entwicklung des Hafengebietes.

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