Handball : Dramatisches Derby

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Eine kurze Anreise hatten die 2. Männer des TuS Esingen am Sonnabend: Zum Landesliga-Derby gastierten sie beim Elmshorner HT, das im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt punkten musste. Die Hausherren hatten Anwurf, doch das erste Tor erzielten noch in der ersten Minute die Esinger. Danach entwickelte sich ein eher untypisches Handballspiel: Hüben wie drüben gab es technische Fehler und reihenweise Fehlversuche. „Beide Teams hatten offensichtlich den Kopf nicht frei für das Geschehen auf dem Spielfeld“, sagte TuS-Betreuer Hans-Günter Voß. Als EHT-Trainer Bernd Ramspott in der zwölften Minute seine Auszeit nahm, waren gerade einmal fünf Tore gefallen.

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26. Februar 2013, 21:35 Uhr

Die Auszeit löste kurzzeitig die Blockade bei den Esingern, die dann aber so großzügig im Auslassen der Möglichkeiten waren, dass TuS-Trainer Dennis Nickel nur fünf Minuten später selbst seine Schützlinge zum Rapport an die Seitenlinie bitten musste. In den verbleibenden zwölf Minuten bis zur Pause bekamen die Gäste den Ball besser unter Kontrolle und konnten sich, ausgelöst durch eine konsequentere Deckungsarbeit, auf fünf Tore absetzen. Zum Seitenwechsel führten die Tornescher in der Olympia-Halle mit 13:8. In der Pause fand Ramspott offensichtlich die richtigen Worte, denn im zweiten Durchgang war das junge EHT-Team klar spielbestimmend. Auf jeden Treffer, den die Esinger erzielten, ließen die Krückaustädter jeweils zwei eigene folgen und verkürzten dadurch konsequent. „Unser Spiel wurde immer unkonzentrierter“, haderte Voß. Nickel warf nach nur zehn Minuten zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Tisch des Kampfgerichtes. Aber auch die jetzt ausgegebenen taktischen Anweisungen verflogen: In der 44. Minute konnte der starke EHT-Spieler Fritz Albrecht zum ersten Ausgleich (17:17) vollstrecken.

Es folgten sieben weitere überaus hektisch geführte Minuten, die ihren Höhepunkt durch den erneuten Ausgleichstreffer zum 20:20 durch Yannik Voß fanden (55.) – in Führung gehen konnten die Elmshorner aber nicht. In der Schlussphase übertrafen sich beide Mannschaften im Auslassen von Torchancen. Bezeichnend für diese Partie war es, dass die Entscheidung durch einen Siebenmeter herbeigeführt wurde, wobei auch dieser von Finn-Steven Töpfer erst im Nachwurf zum 21:20-Siegtreffer für die Esinger verwandelt wurde. Nach dem Ablauf der regulären Spielzeit gab es noch einen Freiwurf für die Elmshorner, den TuS-Torwart Fabian Wurl aber parieren konnte (Foto oben rechts). „Eine überaus hektische Partie endete so doch noch mit einem mehr als glücklichen Sieg für uns“, atmete Voß durch.

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