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Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 13:31 Uhr

Fußball : Dramatisches Derby endet 4:3

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Am 16. April 2013 hatte die SV Lieth noch bei der 1. Mannschaft des TSV Uetersen mit 1:0 gewonnen, war im Mai 2013 aber trotzdem aus der Landesliga abgestiegen. Inzwischen sind die Klein Nordender in der Bezirksliga auf den letzten Platz abgestürzt – und wurden am Sonntagmittag von den 2. Uetersener Herren in einem packenden Derby mit 4:3 bezwungen.

TSV-Co-Trainer Marcel Reinke fühlte sich nach der Partie „fix und fertig“, was am Spielverlauf lag. Im Rosenstadion waren die Hausherren zunächst überlegen, Tobias Brandt scheiterte aber bei zwei guten Chancen an SVL-Keeper Sascha Blaedtke (der Bruder des Uetersener Liga-Spielers Florian Blaedtke hütete von 2001 bis 2007 noch das TSV-Tor). In der 18. Minute gingen dann plötzlich die Gäste in Führung: Als der Uetersener Linksverteidiger Jörg Dreier sich an der Mittellinie einen Ballverlust leistete, jagte der Liether Yannick Sebastian Stubenrauch die Kugel von außen und fast von der Mittellinie aus gut und gerne 45 Meter über den weit vor seinem Gehäuse stehenden TSV-Torwart Andre Huppertz hinweg zum 0:1 ins Netz – ein sagenhafter Weitschuss-Treffer!

Überhaupt waren in der ersten Hälfte Fernschüsse das einzige Stilmittel der Gäste. Die Heim-Elf fand auf den Rückstand aber auch keine konstruktive Antwort mehr: „Wir haben nach dem Gegentor bis zur Pause nur noch Fehlpässe gespielt“, so Reinke, der zudem die „extreme Unkonzentriertheit“ seiner Elf anprangerte. Dies besserte sich aber nach dem Seitenwechsel: Die TSV-Reserve, der mit Jannek Laut, Maik Stahnke sowie Parvis Sadat-Azizi (weilte zuletzt im Urlaub) drei Liga-Leihgaben zur Verfügung standen, war nun viel besser im Spiel und Laut egalisierte nach Dreiers Pass zum 1:1 (55.).

Tobias Brandt brachte die Rosenstädter dann vermeintlich auf die Siegerstraße: Nach einem Pass von Jon Schwertfeger gelang ihm das 2:1 (62.), sechs Minuten später verwandelte er nach einem Foul an Laut den fälligen Elfmeter zum 3:1. „Was wir nach dieser Führung gemacht haben, war aber ganz großer Mist“, so Reinke, der tadelte: „Uns fehlte jegliche Spannung!“ Dies nutzte der Tabellenletzte zum Ausgleich: Daniel Krohn, der sich einst auch in Uetersen als Liga-Spieler versuchte, verkürzte zunächst zum 3:2 (75.) und nutzte zwei Minuten später einen von Dreier verursachten Handelfmeter zum 3:3 (77.).

In der extrem langen Nachspielzeit war es dann Stahnke, der einen Freistoß direkt zum 4:3 verwandelte (94.) – unmittelbar nach dem folgenden Liether Toranstoß erfolgte der Abpfiff. „Da war der Jubel bei unseren Spielern natürlich groß“, so Reinke, der klarstellte: „Lieth war extrem schwach und diese Partie mussten wir gewinnen – wir haben uns aber sehr, sehr schwer getan!“

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erstellt am 29.Sep.2014 | 21:45 Uhr

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