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Uetersener Nachrichten

21. Oktober 2017 | 05:17 Uhr

Handball : Dramatisches Derby endet 26:26

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Verwundert rieben sich einige der zahlreich erschienen Zuschauer die Augen, als am Sonntagnachmittag in der Neuen KGST-Halle ein 0:3 auf der Anzeigetafel stand. Die 1. Frauen des TSV Uetersen, die aus ihren ersten zwölf Saisonspielen nur drei Punkte geholt hatten, erwischten im Hamburg-Liga-Derby bei den 1. Damen des TuS Esingen einen Traumstart.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2016 | 20:23 Uhr

Die TSV-Spielerinnen standen in der Anfangsphase nicht nur sicher in der Abwehr, sondern behaupteten sich ‒ allen voran Hanna Wegner ‒ auch immer wieder gut am gegnerischen Kreis. Erst in der sechsten Minute gelang Meike Speckin beim 1:3 der erste TuS-Treffer. Nicht optimale Abschlüsse der Gäste sowie starke Paraden von TuS-Torhüterin Jessica Krass verhinderten einen noch deutlicheren Rückstand der Heim-Sieben, die dann immer besser in die Partie hinein kam. Katharina Schmidts 4:4 war der erste Ausgleich (12.) und Jane Beckers 7:6 (20.) die erste Führung für die Tornescherinnen. Die von TSV-Trainer Ralf Gothe in der 21. Minute genommene Auszeit konnte nicht verhindern, dass die Gastgeberinnen sich mit vier Toren in Folge auf 10:6 leicht absetzten (24.). Litten die Rosenstädterinnen in dieser Phase noch unter Wurf-Pech, agierten sie in der Schlussphase der ersten Halb- zeit wieder treffsicherer ‒ und konnten, weil die TuS-Frauen nun ihrerseits einige Fehlwürfe produzierten, zum 10:10-Pausenstand ausgleichen.

Im zweiten Durchgang, in dem auf beiden Seiten deutlich mehr Tore fallen sollten, hatte sich die Abwehr der Esingerinnen besser auf die TSV-Angriffe eingestellt, was zu zahlreichen Ballverlusten der Gäste führte. Dies nutzte das Heim-Team, um seinen Vorsprung konsequent auszubauen. Von 19:16 (43.) zogen die Tornescherinnen auf 23:16 (46.) davon und dieser Sieben-Tore-Vorsprung hatte bis zu Beckers 24:17 (50.) Bestand.

„Danach sind wir dann an unserer Chancenverwertung gescheitert, was vielleicht auch daran lag, dass zahlreiche unserer Leistungsträgerinnen unmittelbar zuvor schon für die weibliche A-Jugend aktiv waren“, sinnierte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn.

Fakt ist: Die Uetersenerinnen erkämpften sich in einer dramatischen Schlussphase viele Bälle, schalteten immer wieder schnell um und gewannen die letzten zehn Minuten mit 9:2, was ein Gesamtergebnis von 26:26 bedeutete. Tugce Kümüs egalisierte zum Endstand (59.), in der Schlussminute fand Beckers finaler Wurf nicht den Weg ins Netz. „Ich finde, dass die bessere Spiel- anlage hatten ‒ aber wir waren gegen einen sehr unangenehmen Gegner nicht aufmerksam genug“, urteilte Himborn, der nach einem Blick auf die Tabelle feststellte: „Ein, zwei Punkte brauchen wir noch zum sicheren Klassenerhalt!“

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