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70. Geburtstag : Doppelte Würdigung für Erhard Göttlicher

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Schaffen des Uetersener Künstlers Erhard Göttlicher wird aus Anlass seines 70. Geburtstags gleich mit zwei großen Ausstellungen gewürdigt. Im Haus Peters in Tetenbüll, Kreis Nordfriesland, sind „Bilder aus dem prallen Leben“ und in Rendsburg im Jüdischen Museum die Ausstellung „Schindlers Liste“ zu sehen.

shz.de von
erstellt am 17.Mär.2016 | 19:14 Uhr

Der gebürtige Grazer gilt als Vertreter des „Realismus der Gegenwart“ und hat sich ganz besonders einem „kritischen Realismus“ verschrieben. Die Liste seiner Ausstellungen, Stipendien und Auszeichnungen ist lang und international.

Auf Eiderstedt wird ein Blick auf sein bisheriges Werk geworfen, vermischt mit aktuellen Arbeiten. Sie entstanden zwischen 1995 und 2015. Zu sehen sind im Haus Peters Porträts, Akte, Landschaften, Werften, Kirchen, städtische Motive, Illustrationen sowie druckgrafische Arbeiten. In fast allen seinen Werken macht Göttlicher, oft ironisch, auf Missstände aufmerksam. Anzuecken gehört für ihn zum künstlerischen Schaffen.

Die im Jüdischen Museum zu sehenden Bilder entstanden 1982 als Illustrationen zum Roman „Schindlers Liste“. Das Buch diente 1993 als Vorlage für die filmische Adaption in der Version von Steven Spielberg. Der Film wurde mit sieben Oscars ausgezeichnet. Bereits kurz nach der Eröffnung gibt es eine umfangreiche auch überregionale positive Resonanz, die von dem Ausstellungsmachern so nicht unbedingt erwartet worden war.

In einem zweiten Ausstellungsteil im Rendsburger Museum werden Werke Göttlichers zur deutschen Geschichte und Literatur gezeigt. Zu sehen sind dabei unter anderem seine Illustrationen zu den Volksstücken des 1938 im Exil gestorbenen österreichisch-ungarischen Schriftstellers Ödön von Horvath.

Die Göttlicher-Ausstellung im Jüdischen Museum Rendsburg, Prinzessinstraße 7–8, ist bis zum 1. Mai zu sehen. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet, Eintritt fünf Euro. „Bilder aus dem prallen Leben“ sind bis zum 5. Juni zu sehen. Das Haus Peters in Tetenbüll, Dörpstraat 16, ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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