Dohlenschutz an der Kirchengemeinde

Die Klosterkirche mit ihrer Umgebung ist ein Eldorado für Vögel aller Art. Insbesondere fühlt sich auch die Dohle dort sehr wohl.

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14. April 2013, 20:08 Uhr

Der Vogel des Jahres 2012 kommt recht zahlreich vor in diesem Quartier, was nicht nur Pastorin Kirsten Ruwoldt und den Umweltausschuss der Klosterkirchengemeinde, sondern alle an der Kirchengemeinde Tätigen sehr freut. Und auch der Nabu mit seinem Uetersener Ortsverein „Elbmarschen“ ist glücklich über das Vorkommen dieses kleinen Rabenvogels.

Das Angebot an potentiellen Nistplätzen und geeignete Flächen zur Nahrungssuche sind entscheidend für das Vorkommen der Dohle. Als überwiegender Höhlenbrüter ist der Vogel in seinem Lebensraum zumindest in der Brutzeit stark auf Altholzbestände mit Spechthöhlen, auf Felslöcher oder auf Gebäude mit ausreichend Nischen angewiesen. Findet er das nicht in ausreichendem Maße, dann geht die Population merklich zurück. Dem wollte die Kirchengemeinde entgegenwirken und beantragte beim Land Gelder für den Kauf von geeigneten Nistkästen. 1 000 Euro wurden bewilligt, davon konnten acht Kästen angeschafft werden. Das Anbringen in großer Höhe oblag nun der Kirchengemeinde.

Am Sonnabend war der Umweltausschuss vor Ort, um zu schauen, ob der eine oder andere Kasten bereits bewohnt ist aber auch, um sich von dem allgemeinen Vogelaufkommen an/in der Kirche ein Bild zu verschaffen. Gibt es vielleicht sogar Fledermäuse in der Kirche/im Turm? Man begab sich in luftige Höhen auf der Suche nach dem Säuger. Mit dabei war der Nabu, der fachliche Hilfestellung gab. Mit den Naturschützern will die Kirche weiterhin im engen Kontakt stehen. Und auch der Nabu wünscht sich eine weitere Begleitung. Was sich Jens Christensen und seine Nabu-Mitstreiter aber auch wünschen, ist Unterstützung. Aktive Mithilfe, um sich den Belangen der Natur noch stärker zuwenden zu können. Informationen über den Nabu und den Uetersener Ortsverein gibt es regelmäßig in den UeNa und im Internet unter „www.nabu-elbmarschen.de“.

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