zur Navigation springen

Warnung vor dem Betreten der Gewässer : DLRG: Das Eis trägt noch nicht

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Jedes Jahr nach den ersten Frosttagen zieht es Kinder, aber auch Erwachsene, an zugefrorene Teiche und Seen. Die Eisdecke birgt jedoch nach wie vor ein hohes Risiko. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) warnt ausdrücklich vor dem Betreten von Eisflächen. Durch Leichtsinn sei es in den vergangenen Tagen bereits zu zahlreichen Unfällen gekommen, berichten die Wasser- und Eisretter.

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 21:17 Uhr

Damit ein Teich oder See wirklich zufriere, müsse es ein paar Tage konstant sehr kalt sein (Ausnahme: siehe unseren Bericht auf der Seite 3). Das Eis braucht viel Zeit, um tragfähig zu sein. Je nach Temperatur und Sonneneinstrahlung kann das sogar mehrere Wochen dauern. Die Temperaturen seien aber noch nicht ausreichend gewesen, so dass für das Betreten der zugefrorenen Wasserflächen höchste Lebensgefahr bestehe, warnen die Retter. Besonders gefährlich sei es, wenn Schnee auf der Eisdecke liege, da die Eisflächen dann nicht betrachtet werden könnten. Dunkle Stellen im Schnee seien häufig ein Hinweis dafür, dass an dieser Stelle noch eine dünne Eisschicht vorherrsche.

Die DLRG gibt Sicherheitstipps, die Gültigkeit für den gesamten Winter haben: Nie aufs Eis gehen, wenn man alleine oder niemand in der Nähe ist.

Wenn das Eis knistert oder knackt, muss es sofort verlassen werden. Dafür unbedingt flach auf das Eis legen, um das Gewicht zu verteilen und sich in Bauchlage zum Ufer begeben und zwar in die Richtung, aus der man gekommen ist. Ruckartige Bewegungen vermeiden. Ist man eingebrochen, laut um Hilfe rufen und sich am Eisrand festhalten. Anschließend versuchen, mit den Füßen, die gegenüberliegende Eiskante zu erreichen, um sich auf die Eisfläche zu drücken und in Bauchlage zum Ufer zu rutschen. Ist dies nicht möglich, kann versucht werden, mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer freizuschlagen. Wer das Ufer erreicht hat, sucht sofort einen beheizten Raum auf und begibt sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung.

So kann Eingebrochenen wirksam geholfen werden: In jedem Fall als erstes den Notruf über die 112 absetzen! Bei der Hilfeleistung unbedingt den Selbstschutz beachten und sich nicht unnötig in Gefahr begeben.

Falls die Person nicht weit vom Ufer entfernt ist, versuchen, ihr vom Land aus Hilfsmittel zuzureichen.

Muss zur Rettung die Eisfläche betreten vertreten, sollte das Gewicht verteilt werden. Dazu legt sich der Retter auf den Bauch und versucht, Hilfsmittel, wie Bretter, Leitern, Äste oder Seile zuzureichen. Auch das Bilden einer Menschenkette sei eine machbare Rettungstaktik, so die DLRG Wedel.

Nach der Rettung muss die verunglückte Person möglichst in einen beheizten Raum gebracht und/oder mit Decken oder trockener Kleidung zugedeckt werden. Eltern sollten ihre Kinder eindringlich auf die Gefahren des Eises aufmerksam und mit den Rettungsregeln vertraut machen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert