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Jubiläum : Dittchenbühne: Erfolg der Theaterbewegung

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie machen kein Fass auf, laden nicht zu einer Jubiläumsparty, freuen sich stattdessen lieber stillvergnügt: In diesen Tagen wird das Theater des Vereins „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ 25 Jahre alt. Seitdem haben über 700000 Menschen die durchweg hochklassigen Inszenierungen besucht und die Entwicklung der Bühne zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte gemacht.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2013 | 19:50 Uhr

Mit dem Verein und damit auch der Theatergruppe ist der Name Raimar Neufeldts untrennbar verbunden. Er steht seit 25 Jahren an der Spitze, hat den Verein ausgebaut, thematisch den veränderten Ansprüchen angepasst und daraus fast schon eine Bewegung gemacht, die heute von mehr als 700 Mitgliedern finanziell unterstützt wird.

Der Verein mit dem für manchen irritierenden Doppelnamen „Forum Baltikum – Dittchenbühne“ betreibt ein Mehrgenerationenhaus samt Kindergarten und bietet unzählige Kurse von Landeskunde über Sprachen bis hin zu Computer, Kindertanz und musikalischer Früherziehung an. „Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, wir sind offen nach allen Seiten“, sagte Raimar Neufeldt.

Vor allem geht es ihm und seinen Vorstandskollegen um die Pflege des generationenübergreifenden Miteinanders und der Kontakte zu Menschen im gesamten Ostseeraum. So wie sich der gesamte Verein rasant entwickelte, wuchs auch das Theaterleben. Auf etwa 100 Darsteller können die ohne Ausnahme professionellen Regisseure (Raimer Neufeldt: „Das ist der einzige Luxus, den wir uns leisten.“) zurückgreifen, vier Inszenierungen, darunter Klassiker, Dramen, Komödien und gesellschaftskritische Stücke sowie das Weihnachtsmärchen, kommen jedes Jahr auf die Bühne.

Die Besucher nehmen heute Platz in einem zweiten, 1998 errichteten Theaterbau in der Hermann-Sundermann-Allee, ein Haus mit 130 Plätzen und einer modernen Bühnentechnik. Im Sommer zieht es die Theatergruppe ins Freie, dann wird der Hof zur Freilichtbühne, auf der in diesen Wochen „Der Biberpelz“ läuft.

23 Gastspielreisen führten das Ensemble nach Osteuropa und Russland, Flandern, Dänemark und Finnland. Auch im Oktober ist eine Tournee nach Russland längst fest gebucht. Gleich nach der Rückkehr dann die nächste Premiere: Ab 25. Oktober präsentiert die Dittchenbühne die Tragödie „Bernarda Albas Haus“ von Garcia Lorca. Erzählt wird die Geschichte der Frauen im Spanien der 1930er Jahre, eine Geschichte von Unterdrückung und Leid.

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