zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 14:17 Uhr

Jubiläum : Diskussionen und reichlich Spaß

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Mir hat die Arbeit für die Landjugend unglaublich viel gebracht“, steht für Gerhard Richert fest. Aufgeregt sei man natürlich gewesen, erinnert sich Heiner Früchtenicht an seine ersten Reden. Aber an den Aufgaben konnte man wachsen. „Deswegen kann ich es nicht verstehen, wenn es heute so schwierig zu sein scheint, jemanden für die Arbeit im Vorstand zu motivieren“, sagt Richert mit Blick auf mittlerweile allerdings ausgestandene Probleme bei der Landjugend Hohenhorst.

Die Beiden waren dabei, als vor 50 Jahren die Laju-Gruppe aus der Taufe gehoben wurde. Früchtenicht ist Gründungsvorsitzender, Richert lenkte über lange Zeit die Geschicke des Vereins. Beide wurden für ihr Engagement zu den – immer noch einzigen – Ehrenmitgliedern ernannt.

Als die Landjugend gegründet wurde, war das Tausendjährige Reich noch nicht lange Vergangenheit. „Die Menschen mochten nicht so richtig feiern“, erinnert sich Richert. Der Marsch-Nachwuchs wagte es etwa 19 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wieder ein Erntedankfest zu organisieren. Vieles hatten die Nationalsozialisten mit ihrer Ideologie besetzt.

Anfang der Sechziger wurden in Schleswig-Holstein zahlreiche Landjugend-Gruppen gestartet. „Das lag damals einfach in der Luft“, so Richert. Es gab aber auch kritische Stimmen. Vom „Heiratsverein“ war die Rede, der Nachwuchs der Landwirte wolle doch nur unter sich bleiben. Das war gar nicht möglich, denn die Gruppe erhielt schnell regen Zulauf. Nicht nur aus Haselau und Haseldorf kamen die Mitglieder, erinnert sich Früchtenicht, selbst ein gebürtiger Heistmer. Auch Uetersener und Moorreger machten mit.

Und die Landjugend konnte mit einem umfangreichen und breiten Angebot punkten. Drei bis vier Termine gab es im Monat. Man diskutierte über Gleichberechtigung und „sexuelle Themen“, hörte Vorträge über „Wild und Jagd“, organisierte Ausflüge und Erste-Hilfe-Kurse, spielte Fußball sowie Theater.

Nicht verpassen durfte man den „Mittwochs-Beat“. Los ging es um 19 Uhr im Vereinslokal „Jägerkrug“ („die Wirtsleute haben uns immer prima unterstützt“, so Richert). Punkt 24 Uhr war Schluss. Fahrgemeinschaften wurden gebildet oder die Dorfjugend kam per Rad. Töchter wurden von ihren Vätern hingebracht und wieder abgeholt. Manchmal gab es Aktionen. Das Stichwort „Hot-Pants-Wettbewerb“ zaubert ein verschmitztes Lächeln auf die Gesichter der beiden Ehrenmitglieder.

Einen Vorteil hatten der damalige Laju-Vorstand gegenüber den heute Aktiven. „Früher gab es noch nicht so viele Angebote“, erinnert sich Richtert.

Jubiläumsball und -party

Mit zwei Veranstaltungen wird das 50-jährige Bestehen der Landjugend Hohenhorst begangen. Der Jubiläumsball – festliche Kleidung ist dringend erwünscht – beginnt am Sonnabend, 21. September, um 20 Uhr im „Jägerkrug“. Tickets gibt es in der Hohenhorster Bäckerei Grote sowie bei Patrick Koschinski (Telefon 04129/750) oder Sonja Gebers (0176/20207263). Die Jubiläumsparty mit legerer Kleidung feiern die Lajus am Sonnabend, 28. September, ab 21 Uhr in der Haseldorfer „Festivalscheune“. Für diese Veranstaltung gibt es keinen Vorverkauf.

zur Startseite

von
erstellt am 18.Sep.2013 | 19:31 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert