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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 20:38 Uhr

Feuerwehr : Digitalfunk: Kritik an Verzögerung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit Dirk Koopmann hat sich ein weiterer führender Feuerwehrmann für eine Auswertung der Einsätze während der Orkane im vergangenen Herbst ausgesprochen. Der Haselauer Wehrführer sieht vor allem in der Koordinierung der Rettungskräfte Nachbesserungsbedarf. „Eine Chaosphase ist normal, aber die muss sich dann irgendwann auch auflösen“, sagte er vor Gästen und Wehrangehörigen während der jüngsten Hauptversammlung.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2014 | 20:44 Uhr

Es habe zu lange gedauert, bis sich die Abläufe normalisiert hätten. Dennoch ist die Jahresbilanz des Wehrführers für seine Feuerwehr positiv. „Wir sind angesichts von zwei Orkanen glimpflich davon gekommen.“ Zehn Mal rückten die Haselauer Rettungskräfte im vergangenen Jahr aus, darunter waren mit der Notlandung eines Sportflugzeuges und einem Großbrand in einem Haselauer Pferdestall auch zwei heikle Einsätze.

Für Koopmann eine gute Gelegenheit, sich von der Leistungsfähigkeit seiner Leute zu überzeugen. „Wir haben eine Wehr, die funktioniert“, lobte er. Dazu komme eine gute Jugendabteilung und eine aktive Ehrenabteilung. Dirk Koopmann bat die Kameraden, auch im angelaufenen Jahr mit ihm im Gespräch zu bleiben. „Ich will und brauche den Dialog“, sagte der Chef der Feuerwehr.

Kritik übte er vor allem an der Landesregierung. Ihr warf er Versäumnisse bei der Einführung des Digitalfunks ein. „Das neue System sollte ursprünglich schon zu letzten Fußball-WM eingeführt werden. Jetzt haben wir bald die nächste, aber immer noch keinen Digitalfunk“, sagte er. Inzwischen rechnet er ebenso wie sein Kollegen in den Nachbarwehren mit einer Einführung der neuen Technologie frühestens in drei Jahren. „Die Gelder für die Anschaffungen werden von Haushalt zu Haushalt geschoben und sind blockiert“, sagte er. Viele Gemeinden hätten zudem längst in die notwendigen neuen Feuerwehrfahrzeuge investiert, die nun darauf warteten, endlich für den Digitalfunk umgerüstet zu werden. „Wenn das Land so etwas vorschreibt, muss es doch auch wissen, wann es losgehen soll“, rügte Koopmann.

Neben dem Jahresbericht gehören vor allem Beförderungen und Ehrungen zu den Pflichten eines Wehrführers. Dirk Koopmann zeichnete einen Kameraden für einen ganz besonderen Einsatz aus. Jan Lienau, Chef des Haselauer Landhauses, sorgt seit vielen Jahren dafür, dass seine Kameraden bei jeder Versammlung und jedem Dienstabend etwas zu essen bekommen.

Ehrungen und Beförderungen

Gut beschäftigt waren Wehrführer Dirk Koopmann und sein Stellvertreter Olaf Mayer mit Ehrungen und Beförderungen. So wurden zu Jugendoberfeuerwehrleuten Finn Wiemer, Finn-Rune Voß und Arne Jürgs befördert.

Feuerwehrleute wurden Fenja Sommer, Svea Olde, Tim Hauschild, Fabian Lück, Christian Dücker, Ingo Koopmann, Tim Plüschau, Raimond Kleinwort, Mathias Will, Rainer Lüthje und Thomas Marten. Zu Hauptfeuerwehrleuten befördert wurden Kai Kruse, Mathias Mohr, Patrick Koschinski, Kai Schüder und Thorsten Eckhardt.

Zehn Jahre in der Feuerwehr sind Fabian Lück, Thorsten Eckhardt und Alexander Schütt. André Grote bringt es auf 20 Jahre Mitgliedschaft. 25 Jahre sind Jan Brauer und Nis Kruse dabei. Sie bekamen das Brandschutzehrenzeichen in Silber. 30 Jahre stellt sich Frank Schumacher in den (Feuerwehr)-Dienst der Allgemeinheit, und Ehrenwehrführer Harald Plüschau, der einst auch den amtierenden Wehrchef Dirk Koopmann ausbildete, ist seit 50 Jahren dabei.

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