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Ausstellung : Dieser Tiger mag nur bestes Roggenmehl

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Xaver“, der schlimme Orkan im Dezember, hatte den Ausstellungsmachern den pünktlichen Start vermasselt. So wurde die Sonderschau im Herrenhaus von Langes Tannen „Roggenmühle J. P. Lange Söhne und der Tiger“ erst jetzt, am Sonnabend, offiziell eröffnet.

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2014 | 21:41 Uhr

Museumsleiterin Dr. Ute Harms und Bürgermeisterin Andrea Hansen freuten sich über das rege Interesse, das diese kleine Kabinett-Ausstellung hervorzurufen imstande war. Unter anderem zu Gast waren Ehrenbürger und Altbürgermeister Waldemar Dudda, zwei Hamburger Ewer-Führer, Jonny Harmstorf und Harry Braun, sowie mit Hans-Jürgen Steffen der Enkel des Ewer-Führers, der von 1906 an mit dem Hamburger Mühlenbetrieb der Uetersener Firma Lange zusammengearbeitet hatte. Seinen ersten Ewer benannte Steffen „Tiger“, eine Hommage an das Tiger-Mehl von Lange, das er fahren durfte. Der mehr als 100 Jahre alte Dampfschlepper liegt heute restauriert im Museumshafen Hamburg-Oevelgönne und kann dort besichtigt werden. Mehr noch: Wer mag, kann ihn auch für eine Fahrt über die Elbe chartern.

Genau das solle im Rahmen der Ausstellung geschehen, informierte Ute Harms die Gäste. Wer an dieser Fahrt im Frühjahr teilnehmen möchte, wird gebeten, sich in eine im Herrenhaus liegende Liste einzutragen. Geöffnet ist das Gebäude auf dem Museumsgelände mittwochs, sonnabends und sonntags, jeweils in der Zeit von 14 bis 18 Uhr.

Die Museumsleiterin sagte, dass Hans-Jürgen Steffen sie auf die Verbindung der beiden Betriebe aufmerksam und so zur Ausstellung veranlasst habe. Aufgabe des Museums sei es ohnehin, die Familie zu würdigen, der Uetersen so viel zu verdanken habe, so die Museumsleiterin.

Die vielfältigen Strukturen des Geländes an der Heidgrabener Straße kennzeichnete die Bürgermeisterin während eines kurzen Exkurses. Sie würdigte alle, die diese vielfältigen Angebote ermöglichten, beispielsweise Manuela Fritz mit dem Café Langes Mühle, Gabriela Schramm mit den vielen „unikate-Veranstaltungen“ (Fossilien- und Mineralientage, Pfingstmarkt, Uetersener Keramiktage), Eilika Plath, die Kindergeburtstage und Dinner-Krimis auf dem Areal anbiete, sowie die beiden Testamentsvollstrecker, Helmut Dieterich und Dr. Hans Bruhns.

Alle ließen das Museum zu dem werden, was es heute sei, eine Stätte für die Region. „Danke“ sagte sie auch in Richtung des Altbürgermeisters. Wenn er sich damals, vor 35 Jahren, nicht so gut mit Werner Lange verstanden hätte, wäre das Gelände der Stadt wohl nicht zugeflossen.

Eine Besonderheit zum Schluss: In der Ausstellung gibt es „Tiger“-Kekse zu kaufen. Naschereien, die natürlich in der Originalform der Langeschen „Tiger“-Mehlmarke hergestellt worden seien, so die Museumsleiterin. Die benötigte Ausstechform sei extra für diese Ausstellung erstellt worden. Die Kekse entstanden übrigens von Kinderhand, unter der Regie von Eilika Plath.

Die Roggenmühle J. P. Lange Söhne in Hamburg-Altona konzentrierte sich bereits seit den 1870er Jahren auf die Vermahlung von Roggen, der vornehmlich aus Südrussland und den Balkanstaaten importiert wurde. Der Name „Tiger“ kennzeichnete das Mehl als kräftig und stark.

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