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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 04:25 Uhr

Preis : Dieser Schilderwald ist spitze

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sollte Pinneberg tatsächlich ein Imageproblem haben, kann das nicht am Zustand der Straßenschilder liegen. Der ist nämlich ausgezeichnet, und das hat die Stadt seit gestern sogar schriftlich. Der in Stuttgart ansässige Schilderüberwachungsverein hat in den vergangenen Monaten die Schilder in mehreren bundesdeutschen Städten untersucht. Dabei kam Pinneberg auf den 2. Platz hinter Gotha (Thüringen) und vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern).

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2015 | 20:59 Uhr

„Unser Ziel war es, mindestens 100 schlechte Verkehrsschilder zu finden. Das aber war in Pinneberg nicht ganz einfach“, sagte Vereinsvertreterin Sybille Wolff und bezeichnete den Zustand der Hinweisschilder an den Straßenrändern als sehr gut.

Besonderes Lob gab es für die von der Stadtverwaltung geschaffene Möglichkeit, mangelhafte Schilder online zu melden. Das sei vorbildlich, sagte Wolff, deren Verein im vergangenen Jahr mit dem Ziel gegründet wurde, die Sicherheit auf deutschen Straßen zu erhöhen. „Natürlich kann unsere Erhebung nur eine Momentaufnahme sein, aber wir haben festgestellt, dass es in Pinneberg keine vergessenen Straßenzüge gibt“, sagte Sybille Wolff. Im Blick haben die Experten des Vereins Schilder mit Straßennamen ebenso wie solche mit Hinweisen für Verkehrsteilnehmer: Einfahrtsverbote, Zone30, Vorfahrtsregelungen.

Als schlechtes Straßenschild gilt eines, das beschädigt, verblasst oder beklebt ist und das im Dunkeln das Licht nicht mehr reflektiert. In diese Kategorie fielen in Pinneberg 21 von insgesamt 7500 Schildern, verteilt auf 145 Straßenkilometer. „Wir haben die Mängelliste bereits komplett abgearbeitet“, sagte der Leiter des Fachbereichs Verkehr, Roland Schultz. Innerhalb von nur vier Wochen wurden zahlreiche Schilder entfernt, weil sie nicht mehr der Verkehrssituation entsprachen, fünf Schilder gesäubert und vier neu bestellt. Auch dafür gab es großes Lob von Sybille Wolff. Bürgermeisterin Urte Steinberg war gestern sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis der Untersuchung. Sie sei stolz auf die Auszeichnung, sagte die Verwaltungschefin und versprach: „Für uns ist das ein Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Jetzt gilt es, unsere Spitzenposition zu verteidigen.“

Bei dem bundesweiten Vergleich der mittelgroßen Städte schnitten Hameln, Neuenkirchen und Bergisch-Gladbach am schlechtesten ab. Es ist erst die zweite Erhebung dieser Art in Deutschland. Im Gründungsjahr hatte der Verein zwölf Metropolen miteinander verglichen. Dabei landete Hamburg auf dem viertletzten Platz.

In diesem Jahr wurden beim Schilder-Check 16 Städte, 60 umliegende Gemeinden und fast 2000 Schilder unter die Lupe genommen. 1500 Schilder wurden beanstandet, 750 davon gar als marode bezeichnet.

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