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Wassersport : Diese Werbeträger brauchen Hilfe

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Wassersportverein Uetersen ist ein Werbeträger für die Stadt. Das hob Bürgervorsteher Adolf Bergmann während der Jahreshauptversammlung in der Kleinen Stadthalle hervor: „Sie führen unsere Flagge über die Wasserstraßen“, sagte er. Zudem seien die Vereinsfeste über die Stadtgrenzen hinaus beliebt.

Doch gegen die Verschlickung des Stichhafens und der Pinnau kämpfen die Skipper allein. „Wir müssen die Häfen weiterhin tief halten. Das ist für uns eine Existenzsicherung, um unseren Sport betreiben zu können“, sagte Jörg Rudat, Leiter der technischen Kommission. Seit Kurzem setzt der Verein das Spülboot „Muddel“ gegen den Schlick ein. Doch Zuschüsse erhält er dafür nicht.

Rudat mahnte: „Diese Arbeit ist wichtig, wenn die Pinnau als Wasserstraße nicht das gleiche Schicksal wie die Krückau erleiden soll.“ Zu Bergmann sagte er: „Setzen Sie sich dafür ein!“ Auf der Krückau wurde der gewerbliche Schiffsverkehr wegen der Verschlickung eingestellt. Der Verein zieht Menschen nach Uetersen. Er nahm in diesem Jahr 20 Mitglieder auf, davon acht aus Wedel. Sie mussten ihren Motor-Boot-Club Schulau auflösen, weil er in einem Naturschutzgebiet lag. „Nach jahrelangem Kampf um unser Recht haben wir leider alle Instanzen verloren. Somit befindet sich der Verein mittlerweile in der Insolvenz und Auflösung“, heißt es auf ihrer Internetseite. Im Mai sollen ihre Schiffe im Stichhafen festmachen. Der Vorsitzende Frank Wisch, sagte: „Durch die Aufnahme von vielen Mitgliedern ist die Auslastung der Häfen gewährleistet.“ Trotzdem spürt der Verein den demografischen Wandel. Er zählt jetzt 274 Mitglieder, umfasste vor zehn Jahren aber noch rund 340 Skipper.

Ihre Gebührenordnung haben die Wassersportler geändert. Bisher orientierten sich die Preise für Landliegeplätze an der Schiffsgröße, ab jetzt an der Standfläche. „Viele haben große Trailer, die viel mehr Platz brauchen, als das Schiff selbst“, so Eidenberg. Die 107 stimmberechtigten Mitglieder bestätigten Wisch als Vorsitzenden, Thomas Eidenberg als Schriftführer, Rudat als Leiter der technischen Kommission sowie den fünfköpfigen Ältestenrat. Sie wählten außerdem neue Hafenmeister: Udo Riesebieter für die Liegeplätze am Klosterdeich und Thorsten Meyer für den Stichhafen. Nachdem die Jugendwarte Mirko Jungnickel und Torben Andrigk ihre Ämter niedergelegt hatten, wählten die sechs Jugendlichen Nadine Grimm als Nachfolgerin. Die Vollversammlung bestätigte sie.

Bergmann hob die Bedeutung der Jugendarbeit hervor. Nicht zuletzt rief er die Skipper zum Engagement in der Flüchtlingsbetreuung auf.

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erstellt am 09.Feb.2015 | 22:42 Uhr

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