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Erntedank : Diese Tradition liegt voll im Trend

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Tradition lebt: Hunderte haben gestern in Holm Erntedank gefeiert, neben dem Fest in Appen und Waldenau wohl eines der größten in der Region. Mit etwa 50 Bildern war der Umzug so groß wie in den Vorjahren. Ungewöhnlich allerdings waren die aufwändigen Dekorationen.

Ob die Landfrauen, der Kulturverein, die Jagdhornbläser, Bandreißer, Kindergärten oder Privatleute – viele der ambitionierten Umzugswagengestalter trauten sich hoch hinaus und überraschten die Schaulustigen, die die Straßen säumten und ihre Gärten bunt geschmückt hatten, mit zum Teil wuchtigen Aufbauten.

Sich selbst, den Verein oder die Organisation kreativ in Szene setzen, für dieses Ziel hatten sich die Holmer viel einfallen lassen. Drei Spielmannszüge (Klein Nordende-Lieth, Haselau und Moorrege) begleiteten den Umzug mit zahlreichen historischen Zugmaschinen. Im Mittelpunkt des anschließenden Festes auf dem Dorfplatz stand das Bühnenprogramm, das aus einem traditionellen und einem modernen Teil bestand. Für die Tradition sorgten etwa die „Danzdeerns“ und die Landfrauen, die die Erntekrone mit einem Gedicht überreichten. Für den modernen Teil waren die Cheerleaders oder der Chor „Beat for Kids“ zuständig. „Die Tradition des Erntedankfestes in Holm mit ihren Liedern, dem Schmuck und den Farben ist für mich so etwas wie eine Heimat geworden“, sagte Pastorin Susanne Schmidtpott während ihrer kurzen Andacht und in Vertretung ihre erkrankten Kollegen Rolf Wassermann. Gefeiert werde dabei nicht nur die gute und reiche Ernte, sondern alles, „was uns leben lässt“, sagte sie.

Susanne Schmidtpott rief dazu auf, „nicht ängstlich an der Habe zu kleben“, sondern im Vertrauen darauf, dass Gott gut für die Menschen sorge, zu teilen. „Das ist angesichts des Elends in der Welt dringend nötig und kommt niemals den Falschen zugute.“

Hoch zufrieden waren am Ende besonders Dieter Herrmann, Chef des gastgebenden Museumsvereins, und Bürgermeister Walter Rißler. „Erntedank ist kein Fest der Landwirte, und der Zuspruch zeigt, dass die Holmer das auch so sehen“, sagte Herrmann.

Abzulesen war das bereits an der Resonanz auf den Ernteball zwei Tage zuvor. 150 Gäste tanzten in Ladiges Gasthof bis weit nach Mitternacht. Für die Organisatoren in doppelter Hinsicht befriedigend, machten sie doch kein Minus.

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erstellt am 05.Okt.2014 | 20:42 Uhr

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