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Ermittlungsarbeit : Dieb abgetaucht, Polizei wartet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Knapp zwei Monate nach einem schweren Raubüberfall in Barmstedt scheint die Tat jetzt aufgeklärt zu sein. Verdächtigt wird ein 57 Jahre alter Mann, der seit Jahren vor allem im Kreis Nordfriesland sein Unwesen treibt und bereits mehrfach in Haft saß.

Die Polizei geht davon aus, dass der offenbar wohnungslose Mann irgendwo in Schleswig-Holstein unterwegs ist, und wartet jetzt darauf, dass er wieder zuschlägt. „Der Mann ist seit 1990 immer wieder wegen seiner Blitzautoaufbrüche polizeilich in Erscheinung getreten und weiß noch nicht, dass ihm jetzt auch diese Tat zugerechnet wird“, sagte Kriposprecherin Sandra Mohr. Inzwischen wurde er zur Fahndung ausgeschrieben. Es war der 6. September, ein Sonnabend, als der Mann zuletzt zuschlug. Auf dem Parkplatz vor dem Barmstedter Friedhof, brach er ein Auto auf und nahm die Handtsche einer 64 Jahre alten Frau an sich. Als die ihn dabei überraschte, kam es zum Handgemenge, bei dem das Opfer leicht verletzt wurde.

Ein Passant kam der Frau schließlich zu Hilfe, gemeinsam schlugen sie den Täter in die Flucht. Am Tatort blieben ein Fahrrad und Kleidungsstücke zurück, die die Polizei erst auf Spuren untersuchte und später die Bilder in der Hoffnung auf Hinweise aus der Bevölkerung veröffentlichte (UeNa berichteten).

Dass die Identität des Täters nun feststeht, verdanken die Ermittler allerdings keineswegs einem Zeugen, sondern dem „richtigen Riecher“ eines Kollegen. Der hatte vor drei Jahren im Kreis Nordfriesland mehrfach mit einem vagabundierenden Autoaufbrecher zu tun, den diverse Strafverfahren vollkommen unbeeindruckt ließen.

„Es gibt im Land nicht allzu viele lebensältere Autoaufbrecher“, sagte Sandra Mohr. Möglicherweise sei der Mann deshalb dem Kollegen in Erinnerung geblieben. Wie heiß die Spur war, zeigte sich kurz nach dem Beginn entsprechender Ermittlungen.

Nur sieben Tage vor der Tat in Barmstedt war der 57-Jährige aus der Haft entlassen worden und hatte dabei das Trekkingrad eines Mithäftlings mitgehen lassen. Das stellte die Polizei später am Tatort in Barmstett sicher. Letzte Gewissheit brachte die Auswertung der DNA-Spuren. Fortsetzung folgt ...

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erstellt am 28.Okt.2014 | 20:07 Uhr

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