zur Navigation springen

Neujahrsempfang in der Mensa : Die Zukunft gemeinsam gestalten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mehr als 300 Bürger und geladene Gäste waren gestern in die Schulmensa an der Bleekerstraße gekommen, um am Neujahrsempfang der Stadt teilzunehmen. Darunter waren der Bürgermeister aus Wittstock, Jörg Gehrmann, die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und Bürgermeister aus den Nachbargemeinden von Uetersen. Früher war zu Neujahrsempfängen in das Rathaus eingeladen worden. Doch die beengten Räume dort wollten auf Dauer nicht gefallen. So wurde an die Bleekerstraße umgezogen, wo es seither viel luftiger und entspannter zugeht.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2016 | 21:39 Uhr

Bürgervorsteher Adolf Bergmann und Bürgermeisterin Andrea Hansen begrüßten die Gäste und wünschten allen ein frohes und glückliches Jahr 2016. Die Flüchtlingssituation bildete ein zentrales Thema. Betont wurde, dass man in Uetersen versuche, so wie es Landesziel sei, die Flüchtlinge, die wöchentlich in Uetersen ankommen, dezentral unterzubringen. Dafür bedürfte es weiterer Kraftanstrengungen von Politik und Verwaltung aber auch des Ehrenamtes. Die Bürgermeisterin würdigte die in der Rosenstadt gelebte Praxis. Ob im Sprachcafé, in der „Uetersener Tafel“, bei der Betreuung oder der Begrüßung der Flüchtlinge – immer seien es Ehrenamtliche, die sich segensreich einbrächten. Die Stadt unterstützt mit der Stelle für Flüchtlingskoordination, die mit Anita Biskup vom Pinneberger Diakonieverein Migration besetzt wurde (biskup@diakonieverein-migration.de). Die Bürgermeisterin, die auch das weitere ehrenamtliche Engagement innerhalb der Stadt lobte und einige Vertreter zu sich nach vorne bat, um mit diesen kurz ins Gespräch zu kommen, betonte die Chancen aber auch die Herausforderungen, die Uetersen in 2016 zu schultern habe. Und das oft für die gesamte Region, wobei sie, wie zuvor auch Bürgervorsteher Adolf Bergmann, „versprach“, dass man die Nachbarschaft dabei auch in die Pflicht nehmen wolle. Namentlich erwähnt wurde dabei insbesondere die Gemeinde Moorrege. Sie hoffe, so Andrea Hansen, dass Uetersen – ein schöner Flecken Erde, auf dem es sich gut leben lasse – auch 2016 auf der Erfolgsspur bleibe und weitere Pluspunkte sammeln könne. Im Verlaufe ihrer Rede erinnerte sie an die beiden Jubiläen, die es in 2016 zu feiern gelte. Zum einen besteht die Patenschaft zur Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) seit 20 Jahren. Zum anderen werden die „Rosenkinder“ zehn Jahre alt. Die „Rosenkinder“ kümmern sich von Uetersen aus um Waisenkinder in Sri Lanka und helfen in begründeten Fällen auch bei der Ausbildungsfinanzierung.

Bergmann sprach von einer bunten Stadt, in der es lohnenswert sei, sich zu engagieren. Er vermittele diesbezüglich gerne in Richtung Vereine und Verbände aber auch der Politik. Zur Flüchtlingskrise merkte der Bürgervorsteher an, dass niemand Menschen, die vor Terror und Krieg nach Deutschland geflohen sind, um in Würde und mit einer Lebensperspektive leben zu können, allein lassen dürfe.

„Die Stadt Uetersen zeigt in der Bewältigung der Flüchtlingskrise ein menschliches Gesicht und eine Hilfsbereitschaft, auf die wir stolz sein können, während anderswo Brandstiftung und sexuelle Übergriffe die Menschen ängstigen – auch wenn Entscheidungen, wie die Veränderungssperre zum Bleekerstift polarisieren und für viele nicht nachvollziehbar sind“, so Bergmann weiter.

Neue Perspektiven entwickeln – und dabei die Bürgerinnen und Bürger einbinden und mitnehmen, wo immer möglich – die Lebensqualität in Uetersen erhalten und, wo möglich, verbessern, ein gutes Fundament für die Zukunft der Stadt legen – das seien die Ziele, die Ratsversammlung und Verwaltung leiten, das seien die Ziele, für die sich auch viele Bürger einsetzen würden. Das, so der Bürgervorsteher abschließend, sei 2015 so gewesen und werde sicherlich auch 2016 so sein.

Der Neujahrsempfang wurde musikalisch vom Interkulturellen Frauenchor der VHS Tornesch-Uetersen umrahmt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert