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Alter Friedhof an der Bleekerstraße : Die Zukunft des Parks

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Schwerpunkte des Schweriner Büros von Katja Pawlak liegen in der Garten- und Architekturforschung, in der Gartendenkmalpflege und in der Objektplanung. Ihre Firma erhielt Ende 2015 den Auftrag einer historischen Bestandsanalyse und eines Entwicklungskonzepts für den Cäcilie-Bleeker-Park. Stellvertretend für sie stellte Landschaftsarchitekt Michael Klisch den Sachstand der Auftragsarbeit am Donnerstagabend dem Ausschuss für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen vor.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 21:44 Uhr

Nach der Entfernung der Grabsteine vom ehemaligen Friedhof an der Bleekerstraße durch Mitarbeiter der Stadt (festgestellt wurden rund 130 zerstörte Platten), hatte die Selbstverwaltung in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises Analyse und Konzept in Auftrag gegeben.

Das Konzept scheint weit fortgeschritten. Zumindest konnte der Referent dem Gremium ein schlüssig klingendes Gesamtwerk vorstellen, das, ausgehend von der historischen Betrachtung (1829) des einstigen Friedhofes an der Bleekerstraße, nachvollziehbare Konsequenzen, also klare Handlungsempfehlungen für die Entscheider, aufweist. Im historischen Kontext stünden, so der Referent, Bleeker-Park, Marktstraße und Klostergelände.

Insofern solle sich jede Maßnahme auf dem Gelände zwischen Gymnasium und Rosenstadtschule daran orientieren. Einer Laufbahn, so wie vom Gymnasium gewünscht und von Sportlehrerin Barbara Brennecke und einem Gymnasiasten während der Einwohnerfragestunde der Sitzung einmal mehr artikuliert, erteilte der Referent eine Absage. Zumindest werde das gegenüber der Unteren und Oberen Denkmalpflegebehörde schwer durchsetzbar sein. Beide Behörden müssen das Entwicklungskonzept nämlich noch absegnen. Zudem ist die Kirchengemeinde „Am Kloster“, von dem die Stadt den ehemaligen Friedhof nach dessen Entwidmung erworben hatte, in die weiteren Beratungen einzubeziehen. Dieses verlangt der Kaufvertrag. Eine Slackline könne er sich aber vorstellen, fuhr der Vortragende fort. Das ist ein Gurtband, auf dem balanciert werden kann. Es ist zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt.

Insbesondere sollte die Stadt jetzt auch Maßnahmen ergreifen, die noch vorhandenen, wertvollen Grabmale zu sichern und diese sinnvoll anzuordnen. Auch eine bessere Vernetzung des Parks mit weiteren Attraktionen in der Stadt (Kloster, Museum Langes Tannen, Rosarium) empfahl Klisch.

Die Stadt ist, was die Entwicklung des Bleeker-Parks betrifft, nach wie vor am Dialog mit den Bürgern interessiert.

Diesbezügliche Anregungen würden gesammelt, so Bürgermeisterin Andrea Hansen gestern im UeNa-Gespräch. Zu gegebener Zeit werde es, voraussichtlich in der Schulmensa, eine öffentliche Veranstaltung zu dieser Thematik geben. Spätestens dann würden alle Anregungen aus der Bürgerschaft vorgestellt. Zu diesem Termin werde die Stadt gesondert einladen. Wer der Bürgermeisterin Ideen und Vorstellungen mit auf den Weg geben möchte, wende sich per E-Mail (hansen@stadt-uetersen.de) oder telefonisch (04122/714200) an sie. Oder schaue persönlich im Rathaus, Wassermühlenstraße, vorbei.

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