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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 20:55 Uhr

Besuch : Die Umsetzung des Plans

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die SPD-Landtagsabgeordneten Beate Raudies und Bernd Heinemann, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, waren zu Besuch im Regio-Klinikum Elmshorn.

shz.de von
erstellt am 03.Feb.2014 | 21:42 Uhr

Im Gespräch mit dem Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Hubert Kuhs und der Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Annegret Eckhard-Ringel sowie mit Lars Timm, dem kaufmännischen Direktor der Einrichtung, haben sich die Landtagspolitiker über die Umsetzung des Psychiatrieplans im Kreis Pinneberg informiert. Nachdem man diesen Bereich in die Verantwortung der Kommunen gelegt habe, herrschen nun unterschiedliche Standards im Land. „Ein Psychiatrieplan muss transparent sein und für ganz Schleswig-Holstein verbindlich gelten. Denn nur mit genauen Informationen können wir herausfinden, wie wir uns aufstellen müssen“, sagte Bernd Heinemann. Während des Gesprächs mit den Medizinern erfuhren die Politiker, dass die bestehenden stationären und teilstationären, ambulanten Kapazitäten am Regio-Klinikum Elmshorn wie auch in der Tagesklinik in Pinneberg den Bedarf nicht abdecken. In der Folge müssten insbesondere Patienten im teilstationären Bereich, also den Psychiatrischen Tageskliniken, bis zu zwei Monate auf einen Therapieplatz warten. Die Regio-Kliniken haben daher einen Antrag auf Erhöhung der Bettenkapaziäten gestellt. Bislang verfügen sie über 105 stationäre und 35 teilstationäre Plätze im Erwachsenenbereich und 30 beziehungsweise zehn Plätze für Kinder und Jugendliche. Der Kreis Pinneberg ist damit im Vergleich zu anderen Landkreisen mit weniger Einwohnern unterdurchschnittlich versorgt. Neben der Erhöhung der bereits bestehenden Bettenzahl, wollen die Regio-Kliniken in Elmshorn zusätzlich eine Psychosomatische Tagesklinik mit 15 Plätzen einrichten. Der Bedarf ist nach Ansicht von Chefarzt Kuhs vorhanden und das Klinikum Elmshorn als Standort gut geeignet: „Wir haben hier inhaltlich wie baulich eine enge Verknüpfung zwischen den somatischen und psychiatrischen Bereichen.“

Eine Psychosomatische Tagesklinik kommt in erster Linie Patienten zugute, die aufgrund von Depressionen, Panikattacken oder Burn-Out-Syndrom behandelt werden und langsam wieder in den Beruf eingegliedert werden sollen. „Eine gemeindenahe Versorgung ist hier wichtig“, so Kuhs. Dazu die Elmshorner Politikerin Beate Raudies: „Das Land hat 5,5 Millionen Euro aus dem Zensustopf zur Verfügung gestellt, um fünf neue Tageskliniken mit psychosomatischem Therapieangebot im Land einzurichten. Das Ziel ist eine wohnortsnahe Versorgung.“ Die beiden Landtagsabgeordneten Heinemann und Raudies wollen sich dafür stark machen, dass eine Erweiterung des psychosomatischen Tagesklink-Angebots am Elmshorner Regio-Klinikum möglich gemacht werden kann. Sollte das Land positiv entscheiden, wäre ein entsprechender Umbau innerhalb von drei bis sechs Monaten möglich, so Timm.

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