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Repowering im Uetersener Windpark : Die „trostlose Rolle“ rückwärts der CDU

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ingo Struve, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Ratsversammlung, hält den Beschluss des Bauausschusses gegen das Repowering im Uetersener Windpark für einen „schweren Rückschlag in der lokalen Energie- und Umweltpolitik“. Den Uetersener Nachrichten sagte er: „Uetersens CDU ist umgefallen. Mit einer trostlosen Rolle rückwärts hat sie sich von der regionalen Energiewende verabschiedet. Gerade vom Norden muss doch das Signal ausgehen: Wir übernehmen Verantwortung und wollen mehr Windenergie, um den Ausstieg aus der Atomkraft zu schaffen. Ein Aufstellungsbeschluss hätte alle Möglichkeiten offengehalten, einen Kompromiss mit Groß Nordende zu finden. SPD und Grüne hatten dazu Vorschläge in der Tasche, aber die CDU wollte lieber den Ausstieg aus dem Einstieg in die Windpark-Erneuerung. Der CDU-Bürgermeisterkandidat hat damit einen kapitalen Fehlstart hingelegt: Er bläst die lokale Energiewende einfach ab und wählt den Stillstand - und das drei Jahre nach Fukushima!“

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 21:21 Uhr

Struve erinnert die Uetersener CDU an ihren eigenen einstimmigen Beschluss vom September 2011, in dem sie das Repowering noch befürwortet hatte - diese Optimierung der Windanlagen, so argumentierte die CDU damals, könne sogar zu einer „Verringerung der Belastungen für die Anwohner beitragen“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende dazu: „2011 kletterte Andreas Stief in Pressebegleitung auf ein Windrad, um unter Einsatz aller Kräfte seine Begeisterung für den Ausbau des Windparks unter Beweis zu stellen. Dieser Ausflug hat im Bauausschuss mit dem Nein der CDU zum Repowering ein klägliches Ende gefunden.“

Ist nach dem Beschluss alles aus? Struve verneint das und fügt hinzu, dass die SPD weiter für einen Ausbau der regenerativen Energien auch vor Ort eintreten werde und dazu das Gespräch mit den Bürgern suche.

Zitate aus CDU-Kreisen zum Thema Windpark, gesammelt von der SPD: „Ob da nun zwei Anlagen mehr oder weniger stehen, ist egal. Allein die Botschaft, man könnte mit zwei weiteren Anlagen den Gesamtbedarf der Uetersener Privathaushalte abdecken, ist schon ein Argument, das zieht“, Andreas Stief im Juli 2011. „Die Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien in der Region ist das richtige Signal“, Andreas Stief im September 2011.

„Die Stadt Uetersen strebt, in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Uetersen, eine Erhöhung des Anteils an regenerativen Energien an. Dieses Ziel kann mit der Erweiterung des Windeignungsgebietes Uetersen im Zusammenhang mit einem Repowering des Windparks erreicht werden,“ einstimmiger Beschluss der CDU-Fraktion vom September 2011.

„Dort wo die Menschen wohnen, muss Energie erzeugt werden,“ Andreas Stief im März 2012. „Wir werden nicht zustimmen,“ Andreas Faust (CDU) im April 2014 zum Antrag auf Ausbau des Windparks.

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