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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 03:17 Uhr

Abschied : Die Teamleiter gehen nach Hause

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Rosenstadtschule hat derzeit keinen Schulleiter. Wolfgang Balasus ist in Pension gegangen. Schulrat Dirk Janssen überreichte ihm gestern eine entsprechende Urkunde des Ministeriums. Zeitgleich verabschiedet wurde Konrektor Gerd Papenfuß, der gestern seinen 65. Geburtstag feierte. Papenfuß bleibt der Schule aber weiterhin erhalten. Sieben Stunden wird er pro Woche anwesend sein, um die kommissarische Schulleiterin, Gisela Leffers, zu unterstützen. Im Februar soll ein weiterer Versuch unternommen werden, einen Pädagogen via Ausschreibung zu überzeugen, die Nachfolge von Balasus anzutreten.

shz.de von
erstellt am 29.Jan.2016 | 17:57 Uhr

Der pensionierte Schulleiter selbst darf gemäß des Gesetzes auch freiwillig nicht weiter machen. Aufgrund der Tatsache, dass immer mehr Schulen ohne eine Leitung sind, soll dieser Passus nach UeNa-Informationen jedoch im Sommer geändert werden.

Der Tag für Balasus und Papenfuß begann mit einer Überraschung. Mitglieder des Lehrkörpers lösten für die beiden Ausscheidenden einen Feueralarm aus, sodass sich alle Schüler mit ihren Lehrkräften an einem bestimmten Punkt des Schulhofes einfinden mussten. Der Schulleiter selbst musste anschließend die „Parade“ abnehmen, also die Vollzähligkeit der Schülerschaft feststellen. Weitere Überraschung: Die Feuerwehr komplettierte das Szenario mit einem Löschfahrzeug. Mitglieder der SV nutzten den Moment des Zusammenstehens, um sich von Balasus und Papenfuß zu verabschieden und Letzterem zudem zum Geburtstag zu gratulieren.

Cup-Show, Gruppentanz, Flötenspiel und Gesang – das waren die kulturellen Darbietungen der sich anschließenden rund dreistündigen Veranstaltung in der Pausenhalle, mit denen sich vor allem die Schüler von den beiden in den Ruhestand Gehenden verabschiedeten.

Schulrat Janssen hatte sich mit weisen Worten ausgerüstet. Er bezeichnete Balasus als einen energiegeladenen Pädagogen, der sich von seinem Weg nicht gerne abbringen lasse und für die Sache so lange streite, bis auch er erkennen müsse, dass manch’ eingeschlagene Wege unumkehrbar sind. Dann aber habe Balasus auch dafür viel Herzblut gezeigt und die neue Sache angenommen. Um der guten Pädagogik willen. Balasus habe viel für den guten Ruf der Rosenstadtschule getan. Die Schule habe sich unter ihm zu einem Ort des gemeinsamen Lernens weiterentwickelt. Daran sei auch Gerd Papenfuß beteiligt gewesen, den Janssen als einen kompetenten, loyalen und mit fachlicher Kompetenz ausgestatteten Menschen bezeichnete.

Y> Wolfgang Balasus ließ während seiner Abschiedsrede erkennen, dass er gerne Schulleiter geblieben wäre. Fast 30 Jahre war er Rektor (zunächst in Tornesch), 40 Jahre Lehrer. Und das stets gerne. Gelitten habe er höchstens an den sich sehr rasch vollziehenden Veränderungen der Schullandschaft, gestand Balasus. Eine Reform jagte die nächste.

Es sei etwas Besonderes, sowohl in Tornesch als auch in Uetersen Schulleiter gewesen zu sein. Er dankte seinen Weggefährten, den Lehrern, dem Schulsozialarbeiter, den Elternvertretern und auch seinen Vorgesetzten für die Begleitung. „Um Schule zu gestalten, bedarf es eines ganzen Netzwerkes“, formulierte er und: „In der großen Kathedrale meines Herzens wird immer eine Kerze für euch brennen!“

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