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Arbeitswelt : Die tapferen Helfer der Bahnhofsmission

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann (SPD) hat in einem Schreiben an die Deutsche Bahn AG bessere Bedingungen für die Mitarbeiter der Bahnhofsmission gefordert. Rossmann setzt sich dafür ein, dass die Einrichtung zumindest einen eigenen Wasseranschluss, vielleicht sogar neue Räume bekommt. Dass es hier offenbar große Mängel gibt, war während einer Pressekonferenz in dieser Woche öffentlich geworden.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2013 | 18:20 Uhr

Die Bahnhofsmission in Elmshorn gehört zur Diakonie Rantzau-Münsterdorf und gilt als die mit den schlechtesten, weil maroden, Räumlichkeiten im Norden. Leiterin Wiebke Turkat ist dennoch nicht unzufrieden. „Wir müssen hier keine Miete bezahlen und sind ja froh, dass wir hier Räume zur Verfügung haben.“

Bereits einmal ist die Bahnhofsmission in der jüngsten Vergangenheit umgezogen – aus dem oberen Stockwerk eines benachbarten Gebäudes in das Foyer des Elmshorner Bahnhofs. Die Räume neben dem Reisezentrum wurden einst unter anderem als Kiosk genutzt, sind gut erreichbar und einsehbar. Seitdem die soziale Einrichtung hier logiert, haben sich die Zahl derer, die sich mit der Bitte um Hilfe an Turkat und ihr Team wenden noch einmal erhöht.

Heute betreuen Wiebke Turkat und ihre elf ehrenamtlichen Kollegen täglich etwa 1000 Menschen. Mal geht es nur um eine Auskunft, mal um Hilfe beim Ein-, Aus- oder Umsteigen, aber immer häufiger vermitteln die Helfer auch einen Platz zum Übernachten oder sorgen für eine warme Mahlzeit, alles kostenlos Aber auch Helfer brauchen manchmal Hilfe, in diesem Fall etwas mehr Komfort, um die tägliche Arbeit zu erleichtern. Zwar gibt es in den neuen Räumen inzwischen einen Wasserabfluss, aber keinen Wasserhahn. Zwar kommen die Decken nicht mehr herunter, aber es tröpfelt bei Dauerregen immer noch auf die Schreibtische.

„Das Wasser holen wir in einem Kanister von der Damentoilette, was vor allem für die ehrenamtlichen Mitarbeiter eine Zumutung ist“, sagte Wiebke Turkat. Geheizt wird elektrisch, was ebenfalls eher suboptimal ist. Das empfindet auch Wiebke Turkat so, will das Thema aber mit Fingerspitzengefühl angehen.

Das gute Verhältnis zum Bahn-Konzern ist ihr wichtig, vielleicht sogar überlebenswichtig für ihre Einrichtung. Und so erhofft sie sich auch von Rossmann zwar klare, aber mit Bedacht gewählte Worte, wenn der führende Sozialdemokrat morgen die Bahnhofsmission besucht.

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