zur Navigation springen

K22 : Die Städte bestehen auf Vertragserfüllung

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Noch sind sie entspannt, bringen sich aber schon mal in Stellung: Die Bürgermeister der Städte Uetersen und Tornesch, Andrea Hansen und Roland Krügel, haben heftigen Widerstand für den Fall angekündigt, dass der Planfeststellungsbescheid des Landes zum Bau der K22 endlich im Kreis eingeht, für die Maßnahme dann aber kein Geld mehr da ist. „Wir erwarten, dass dann auch der sofortige Vollzug angeordnet wird, damit umgehend gebaut werden kann“, sagte Krügel gestern im UeNa-Gespräch. Für die Besitzer der Grundstücke, auf die der Kreis dann zugreifen muss, bedeutet das die befürchtete Enteignung.

shz.de von
erstellt am 19.Dez.2013 | 19:56 Uhr

Wie berichtet, hatte der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, Mittel für den Ausbau der K22 umzuwidmen, um die geplante Sporthalle des Elmshorner MTV bezuschussen zu können. „Damit haben wir grundsätzlich kein Problem“, so Krügel, nur dürfe das nicht dazu führen, dass sich das Straßenbauprojekt weiter nach hinten verschiebe.

Gleichzeitig kritisierten die beiden Verwaltungschefs das Land. „Es hat diesen Deal überhaupt erst möglich gemacht, weil es sich mit dem Planungsbescheid viel zu lange Zeit gelassen hat“, so Andrea Hansen. Das Projekt werde im Land immer noch nachrangig behandelt, monierte sie. Beide Bürgermeister betonten erneut die Wichtigkeit einer Ortsumgehung für die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Städte. „Wir fordern deshalb, dass die Straße umgehend zu Ende geplant wird“, sagte Krügel.

Grundlage für Maßnahme ist ein Vertrag aus den 1980er Jahren zwischen dem Kreis Pinneberg, Uetersen und Tornesch, auf dessen Einhaltung Hansen und Krügel jetzt pochen. Eine Kündigung wird darin ausgeschlossen. „Wir gehen aber ohnehin davon aus, dass alle ihre Versprechen einhalten, werden aber auch sehr böse, wenn das nicht der Fall ist“, sagte Krügel. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Verbindung von Uetersen nach Tornesch über den Wischmöhlenweg geschaffen werden, in einem dritten schließlich die Anbindung von der Kreuzung in Esingen bis zum Großen Moorweg.

Problem hier ist der Autotunnel unter den Bahngleisen. Die entsprechenden Verhandlungen mit der Bahn sind noch nicht abgeschlossen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert