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Beschluss in Uetersen : Die Stadthalle bleibt weiterhin geöffnet

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Kosten sollen gesenkt und die Gebühren erhöht werden. Die Schließungsideen sind vorerst vom Tisch.

shz.de von
erstellt am 04.Jun.2016 | 15:00 Uhr

Uetersen | Die Rosenstadt ist eine der Konsolidierungsgemeinden im Land. Die Stadt hat also einen Vertrag in Kiel unterzeichnet, mit dem sie sich verpflichtet hat, einzusparen und Einnahmen auszuschöpfen. So ist es in den vergangenen Jahren zu schmerzlichen Gebühren- und Steuererhöhungen gekommen und auch zu Einsparungen.

Bislang Abstand genommen haben die Politiker von der Möglichkeit, Schwimmhalle oder Sauna zu schließen. Die Trennung von diesen defizitären Bereichen könnte die Stadt auf einen Schlag dazu verhelfen, die in Aussicht gestellten Konsolidierungshilfen vom Land zu erhalten. Doch sind solche Maßnahmen unpopulär. Zudem gilt zumindest die Schwimmhalle in Uetersen als Daseinsvorsorge, also als ein notwendiger Bestandteil urbanen Lebens. Ähnlich verhält es sich bei der Kleinen Stadthalle an der Berliner Straße. Diese steht Bürgern für Feiern und Feste zur Verfügung, kann also gegen eine Gebühr gemietet werden, sogar bestuhlt.

Nun scheinen diese Gebühren nicht auskömmlich zu sein, denn es wird ein jährliches Defizit in Höhe von festgestellten 13000 Euro erwirtschaftet. Die Verwaltung hatte den Politikern des Finanzausschusses, der unter der Leitung von Ingo Struve(Foto) tagte, vorgeschlagen, die Halle zu schließen und die eingesparten Kosten als Beitrag zur Konsolidierung zu definieren. Doch die Politiker mochten am Donnerstagabend dieser Idee nicht folgen. Für sie stellte die Kleine Stadthalle eine ganz wesentliche Einrichtung des Gemeinwohls dar. Vielmehr solle es Ziel sein, wurde einstimmig beschlossen, die Gebühren anzupassen und die Kosten zu reduzieren und zwar unter Berücksichtigung der jetzigen und der zukünftigen Nutzer, auch der Arbeiterwohlfahrt, die Räume des Gebäudes nutzt.

Die Diskussion war zudem von Unzufriedenheit geprägt, mit den vorgelegten Zahlen der Verwaltung nicht viel anfangen zu können. Über die Zukunft der Stadthalle wird abschließend die Ratsversammlung entscheiden, die am 27. Juni zusammentritt. Das deutliche Signal, das am Donnerstag in Richtung der Bürgerschaft gesendet wurde, lautet aber: Auch der Rat wird die Kleine Stadthalle nicht schließen. Alle wollen zwar sparen, aber nicht um jeden Preis.

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