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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 12:00 Uhr

Politik : Die Stadt kann das Gas nicht ablesen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Fifty-Fifty“, das Energiespar-Projekt an Schulen, geht weiter. Die Politiker des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Verkehrswesen lehnten am Donnerstagabend eine Verwaltungsvorlage nach Einstellung des Konzepts ab.

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2014 | 17:53 Uhr

Die Bürgermeisterin hatte argumentiert, dass eine zeitnahe Abrechnung der verbrauchten Energien aus unterschiedlichen Gründen nicht erfolgen konnte. Unter anderem habe ein Gaszähler für die Heizanlage in der Birkenalleeschule nicht abgelesen werden können, da dieser sich in einer Gasübergabestation befinde, zu der die Stadt keinen Zutritt habe. Der Netzbetreiber (Schleswig-Holstein Netz AG) lese dort trotz mehrfacher Hinweise nicht selbst ab.

Irritierte bis entsetzte Blicke bei den anwesenden Politikern. Das bedeute doch, dass man keinen Überblick habe, was man verbrauche und gegebenenfalls glauben müsse, was ein Dritter berechne, wollte die SPD wissen. Das könne doch nicht sein. Doch die Verwaltung blieb bei ihren Ausführungen.

Dieter Schipler (SPD) preschte nun vor. Die Verwaltungsvorlage könne er so nicht akzeptieren. Es könne nicht sein, dass man ein Projekt einstelle, mit dem Kinder angehalten würden, Energie zu sparen. Es sei quasi eine Investition in die Zukunft. „Fifty-Fifty“ sei vor 20 Monaten eingeführt worden, um Anreize zu geben. Schließlich, so Schipler, fließe den Schulen Geld in halber Höhe der eingesparten Energiekosten zu. 50 Prozent gelange auf der anderen Seite in die Stadtkasse. Andreas Stief von der CDU-Fraktion verdeutlichte, dass „Fifty-Fifty“ der Stadt somit auch sparen helfe und zur Haushaltskonsolidierung beitrage.

Die Verwaltung hatte ferner mitgeteilt, dass sie bereits Gespräche mit den Schulleitern geführt habe. Dort habe Einigkeit darüber bestanden, das Projekt „Fifty-Fifty“ zu beenden. Ingo Struve sagte, dass die Verwaltung zunächst mit den Politikern hätte sprechen müssen, denn die Politik sage, wie es weiter gehe. „Was machen Sie, wenn wir anders entscheiden?“, wollte er von der Bürgermeisterin wissen. Dann würden sich die Schulleiter freuen, antwortete Andrea Hansen. Einstimmiger Beschluss somit: „Fifty-Fifty“ geht weiter! Die Verwaltung wurde zudem verpflichtet, die Verbräuche aus dem Jahr 2013 bis zum 31. Januar 2015 festzustellen und dem Ausschuss mitzuteilen.

Im übrigen stehe inzwischen fest, so die Bürgermeisterin: An den Schulen wurde Energie eingespart! 300 Euro werde jede der fünf Uetersener Schulen erhalten. Das heißt auch: Durch das energiebewusste Verhalten haben Uetersens Schulen die Stadtkasse um 1500 Euro entlastet.

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