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Integrationsarbeit : Die Sprache ist der Schlüssel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für Baris Karabacak hat das Jahr 2013 erfolgreich begonnen. Gleich in der ersten Januarwoche ehrte seine Heimatstadt Pinneberg den 25jährigen Türken mit dem Bürgerzukunftspreis. Die Stadt würdigt damit seinen Einsatz für die Integration von ausländischen Mitbürgern. Mit seinem Verein Brücken der Kulturen schaffe er ein neues, lebendiges Miteinander zwischen den Menschen verschiedener Nationalitäten, die in Pinneberg zuhause sind. „Mein Großvater kam als Gastarbeiter aus der Türkei. Ich bin hier Bürger und möchte meiner Stadt etwas wiedergeben“, erklärt Karabacak sein bemerkenswertes Engagement.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2013 | 20:20 Uhr

In dieser Woche beginnen die ersten Deutsch-, Tanz- und EDV-Kurse, die sein Verein in Kooperation mit der Volkshochschule und dem VfL Pinneberg anbietet. „Neben den Kursen bieten wir Beratung bei Behördengängen an und versuchen da zu helfen, wo wir können. Wichtig: Wir wollen mit unserem Angebot Menschen aller Nationalitäten ansprechen, die hier versuchen, Fuß zu fassen. Unsere Homepage und alle unsere Informationen sind auf Deutsch geschrieben. Denn die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur Integration“, ist Baris Karabacak überzeugt. Er hat sowohl das deutsche Abitur und einen türkischen Schulabschluss. In beiden Sprachen und Kulturen ist er zuhause. „Beide Seiten tun sich immer noch schwer, zueinander zu finden. Dabei ist es eigentlich nur ein Schritt nach vorne“, meint Karabacak.

Vor zwei Jahren veranstaltete der gelernte Kaufmann in kompletter Eigenregie ein Kulturfest im Pinneberger Rathaus anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Deutsch-Türkischen Gastarbeiterabkommens. Es war ein voller Erfolg. Karabacak stellte fest, dass der Bedarf nach Austausch sowohl vonseiten der deutschen als auch der ausländischen Mitbürger groß und das Angebot viel zu klein war. Er handelte: seit Oktober 2012 hat sein Verein Brücken der Kulturen offiziell mit der Arbeit begonnen. Inzwischen gibt es 21 Mitglieder. Das Ziel für dieses Jahr: der Verein will wachsen und über die Stadtgrenzen hinaus aktiv werden. „Wir möchten im ganzen Kreis Menschen helfen, ihren Weg in die deutsche Gesellschaft zu finden. Gleichzeitig möchten wir deutsche Mitbürger einladen, die kulturelle Vielfalt ihres Kreises kennen- und schätzen zu lernen.“

Im Februar wird sich der Verein mit einer Auftaktveranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen. Der Termin wird noch bekannt gegeben. „Wir freuen uns über zahlreiche Besucher und sind offen für neue Mitglieder und Spendenbeiträge.“ Kontakt telefonisch unter 0176/483 215 67 oder über www.brueckenderkulturen.de.

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