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Hauptausschuss Tornesch : Die SPD hält an der Chance für einen Rathaus-Bau fest

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die CDU-Anträge sind abgelehnt. Die Christdemokraten plädieren für eine Sanierung.

shz.de von
erstellt am 15.Jun.2016 | 12:30 Uhr

Tornesch | Bürgervorsteher Peter Daniel (SPD) wird für Mittwoch, 21. September, zu einer Einwohnerversammlung einladen. Die Sozialdemokraten halten fest daran, die Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidung über einen möglichen Rathausneubau im Ortszentrum mitzunehmen.

Die Christdemokraten haben, wie berichtet, ihre Entscheidung zum Rathaus bereits getroffen. Sie plädieren für eine Sanierung. Vorwiegend aus Kostengründen und weil sie das Blockieren einer Fläche im Ortszentrum für eine Rathausplanung ablehnen. Für ihre in diese Richtung gehenden Anträge erhielten sie in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses jedoch nur Unterstützung vom Fraktionsvorsitzenden der FDP Gunnar Werner. Mit einer Stimme Mehrheit lehnten die Sozialdemokraten sowohl das Ausschließen eines Rathaus-Neubaus als auch die weiteren CDU-Anträge, im Ortszentrum ein Bürgerbüro einzurichten und sich im Rathaus Norderstedt über das bereits dort in Betrieb befindliche Bürgerservice-Portal zu informieren, ab.

Die SPD warf der CDU vor, nicht glaubwürdig zu sein, denn es habe Konsens darin bestanden, bei der Rathausentscheidung die Tornescher Bürger einzubinden. „Die CDU könnte ihre Anträge ja auch nach der Einwohnerversammlung stellen und sie jetzt zurückziehen“, so SPD-Ratsherr Manfred Fäcke. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon hatte die Anträge seiner Fraktion erläutert. „Wir haben zweimal im Hauptausschuss und mehrfach in der Fraktion zum Thema Rathaus diskutiert. Aus finanzieller Sicht kann sich Tornesch doch nur eine Sanierung erlauben. Was machen wir denn, wenn die Bürger sagen, sie wollen einen Neubau und Tornesch kann sich den gar nicht leisten? Wo ist denn dann die Glaubwürdigkeit der Politik“, konterte Christopher Radon.

Seine Fraktionskollegin Heide-Marie Plambeck merkte an, dass die CDU nicht gegen die Einwohnerversammlung sei, im Mittelpunkt dort sollte jedoch nicht das Rathaus, sondern die Ortskerngestaltung stehen. „Wir können den Bürgern doch nichts Konkretes zu einem Rathausneubau sagen. Nur das Grundstück des ehemaligen Pennymarktes steht zur Verfügung. Für eine mögliche andere Variante müssen wir doch mit einem Zeitfenster von fünf bis sechs Jahren rechnen.“ Hauptausschuss- und SPD-Fraktionsvorsitzende Verena Fischer-Neumann betonte, dass die Arbeitsgruppe Ortskerngestaltung bis zur Einwohnerversammlung intensiv arbeiten werde. „Nach der Einwohnerversammlung trifft der Rat dann eine Entscheidung“, kündigte sie an.

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