Stadtwerke finanzieren Zirkusprojekt : Die soziale Verantwortung vor Ort

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Als die Stadtwerke Uetersen 2008 gegründet wurden, hatten die Gründungsväter und -mütter ganz bewusst auch den sozialen Gedanken im Blick. Stadtwerke müssen schließlich keine Aktionäre glücklich machen.

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15. Dezember 2014, 22:31 Uhr

Anders als Großkonzerne konzentrieren sie sich bei ihrem täglichen Tun auf die Situation vor Ort. „Social Sponsoring“, da, wo andere nicht helfen können oder wollen, ist seither eines der Markenzeichen der Stadtwerke Uetersen. Da werden Sportler mit Trikots ausgestattet, dort werden Kinder der „Uetersener Tafel“ ins Kino eingeladen und an anderer Stelle engagieren sich die Stadtwerke in der Schule.

So zuletzt in der Geschwister-Scholl-Schule, dem Uetersener Förderzentrum. Etwa 40 Mädchen und Jungen aller Jahrgangsstufen beteiligten sich an einem einwöchigen Zirkusprojekt, finanziert von den Stadtwerken und durchgeführt von Jens Ewald, alias Clown Mücke. Ewald studierte viele Zirkusnummern ein. Die Eckpfeiler einer jeden Zirkusvorstellung, Jonglage, Akrobatik und auch Clownerie, waren dabei gut vertreten. Am letzten Tag des Workshops war zu einer öffentlichen Zirkusvorstellung eingeladen worden. Im Rahmen der Inklusion nahmen daran auch Zweitklässler der benachbarten Birkenalleeschule teil. Der Grundgedanke der Inklusion sagt aus, dass es normal ist, verschieden zu sein. Insofern darf gerne auch gemeinsam beschult werden, beziehungsweise ist das gesetzlich inzwischen sogar vorgeschrieben. In der inklusiven Pädagogik lernt jeder von jedem.

Das Projekt an der Geschwister-Scholl-Schule verfolgte jedoch auch ein anderes Ziel: Verschiedenartig zu sein beinhaltet das Recht auf nachholende Entwicklung. Nicht selten mangelt es Schülern, die ein Förderzentrum besuchen, am Glauben an ihre eigenen Fähigkeiten. Die Sonderpädagogik unterstützt und begleitet die Kinder durch individuelle Hilfen, um für diese ein möglichst großes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung zu erlangen. Kurz: die Jungen und Mädchen sollen Kompetenzen erkennen und ihr Potenzial entfalten. Das Zirkusprojekt passte diesbezüglich genau ins Konzept der an der Geschwister-Scholl-Schule Unterrichtenden. Während des Workshops wurden Tag für Tag Grenzen ausgetestet und Hürden gemeistert, sodass es während der Vorstellung völlig rund lief. Clown Mücke sprach von einer sehr angenehmen Atmosphäre, aufmerksamen Kindern und einem tollen Lehrkörper, bei dem er sich ausdrücklich bedanken wolle.

Großes Lob zollte er auch Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tietje, der die Förderungswürdigkeit dieses Projekts erkannt habe und nun ebenfalls zurecht stolz sein könne auf das Ergebnis. In Anwesenheit der Bürgermeisterin und Birkenallee-Schulleiter Klaus Rix bot er an, ein solches Projekt auch einmal an der benachbarten Grundschule durchzuführen. Wenn die Stadtwerke weiter wachsen würden, dann könnten sie auch diesen Workshop finanzieren, so Ewald augenzwinkernd. Manfred Tietje zum Selbstverständnis seines Unternehmens: „Die Stadtwerke Uetersen verstehen sich als langfristiger und nachhaltig agierender Wertschöpfungspartner vor Ort, dessen tägliche Motivation das Engagement für Uetersen und die Menschen dieser Stadt ist.“

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