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Bildungsausschuss : Die Schulen sind allen lieb und teuer

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Rosenstadt ist finanziell nicht gut gestellt. Für vermeintlich wichtige Aufgaben fehlt das Geld. Vor Ort zeigt man gerne mit dem Finger in Richtung Kiel. Das Land, so die Aussage von Politik und Verwaltung, beachte das Aufgabenspektrum einer zentralen Stadt nicht genügend. Man beschließe in Kiel Annehmlichkeiten und lasse diese zu oft von der Stadt finanzieren.

Zudem sorge Uetersen mit diversen, leider defizitären, Einrichtungen für das Wohl der Region, wurde zuletzt im Bildungsausschuss angemerkt. Beispiele sind hier die Schwimmhalle und die Bücherei. Von letzterer profitiere auch Moorrege, so der Unmut der Politiker, aber man beteilige sich seitens der Nachbargemeinde nicht an den Kosten. Bei einer möglichen, allgemeinen Gebührenerhöhung müsse das auch einmal zum Thema gemacht werden.

Die Hoffnung vor Ort begründet sich nun in der Absicht des Innenministeriums, die Städte und Gemeinden mit ihren völlig unterschiedlichen Strukturen in Zukunft finanziell gerechter als bislang auszustatten. In Vorbereitung ist dabei ein neues Finanzausgleichsgesetz, das Uetersen jährlich mehr als 600000 Euro zusätzlich bescheren könnte.

Doch die Aufgaben müssen auch so bewältigt werden. Und das wird auch getan. Nach Kräften.

Besonders lieb und teuer sind allen Politikern vor Ort ihre Schulen. Die Wissensgesellschaft benötige ein solides Fundament, auf dem sie wachsen könne, so das fraktionsübergreifende Credo in Uetersen.

So gesehen nahmen die Politiker im Bildungsausschuss den Situationsbericht zur Sanierung des Ludwig-Meyn-Gymnasiums zur Kenntnis. Daraus geht hervor, dass die Sanierung der WC-Anlagen für die Jungen im Erdgeschoss (44750 Euro) sowie der Ausbau der Kellerräume im Ostflügel (6250 Euro) und die Akustikdecke im Raum A (4100 Euro) fertiggestellt und abgerechnet worden sind.

Derzeit repariert wird die Außensportanlage des LMG. Die Kosten belaufen sich auf geschätzte 65200 Euro.

Berichtet wurde ferner, dass auf dem Schulhof des Gymnasiums 59 Fahrradstellplätze montiert wurden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4111,31 Euro.

Großes Thema an der Schule ist jetzt die Barrierefreiheit. Die CDU-Fraktion machte während der Sitzung das Fass auf. Die Verwaltung wurde gebeten, sich mit dem Thema zu befassen und gegebenenfalls einen Antrag bei der AktivRegion zu stellen.

Uetersen ist dort wieder Mitglied, nachdem vor dem Hintergrund der Haushaltskonsolidierung (Vertrag mit dem Land) diese freiwillige Leistung gekündigt wurde. Die damit verknüpfte Hoffnung: Notwendige Investitionen in die Zukunft werden von der AktivRegion, über die EU-Gelder verteilt werden, bezuschusst.

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erstellt am 17.Feb.2014 | 16:39 Uhr

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