zur Navigation springen

Schneeräumdienst : Die schlimmsten Tage des Winters

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es war der schlimmste Wintereinbruch für die Einsatzkräfte des Bauhofs Uetersen in dieser Wintersaison:

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2013 | 21:23 Uhr

„Seit Sonnabend bin ich laufend im Einsatz“, sagt Jörg Hinsenkamp, Einsatzleiter des Straßenräumdienstes. Der Vater von zwei Söhnen sitzt hinter dem Steuer des großen, orangenen Lkw-Räumfahrzeugs und blickt konzentriert auf die Straße. „Um 22 Uhr war unsere Schicht am Sonnabend beendet. Aber es schneite weiter. Sechs Stunden später, am Sonntagmorgen um 4 Uhr, sind wir wieder rausgefahren. Heute habe ich meinen Leuten um 2 Uhr morgens Bescheid gegeben, zum Einsatz zu kommen, um rechtzeitig vor dem Berufsverkehr die Straßen frei zu bekommen. Aber wir kamen kaum hinterher, so stark schneite es. Das war Chaos hoch drei.“

Inzwischen ist es 9.30 Uhr am Montagmorgen. Es schneit immer noch. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern schiebt der Lkw mit dem 2,75 Meter breiten Schild den Schnee vorne von den Straßen, hinten verteilt der Salzstreuer das Salz. Über einen Bordcomputer rechts neben dem Fahrersitz steuert der Einsatzleiter die zu streuende Salzmenge und -dichte.

Ist das Salz aufgebraucht, fährt Hinsenkamp raus nach Mooreege zur Kreisstraßenmeisterei und holt Nachschub. An diesem Wochenende ist er schon vier Mal dort gewesen. Normalerweise dauert das Nachladen eine Viertelstunde. Momentan stauen sich die Räumfahrzeuge der umliegenden Gemeinden vor dem Salzlager der Straßenmeisterei: „Das letzte Mal habe ich eine Dreiviertelstunde gewartet“, meint Hinsenkamp.

Beim Schneeräumen gibt es klare Regeln: Priorität haben immer die Hauptstraßen wie Tornescher Weg und Klosterkoppel, dann sind an Wochentagen die Schulwege dran. Zum Schluss werden die Nebenstraßen vom Schnee befreit. Ärgerlich für die Einsatzkräfte: „Viele Schneeschipper schmeißen ihren geräumten Schnee von dem Bürgersteig direkt auf die Straße. Der Schnee gehört aber auf die Grundstücke. So will es die Satzung. Viele wissen das gar nicht. Wir müssen die Straßen eng bis zum Bordstein reinigen, damit die Autos genügend Platz auf der Straße haben“, klärt Hinsenkamp auf. Seine Tour ist gleich zu Ende. Beim Bauhof wartet schon sein Kollege, der die nächste Raumtour durch Uetersen fahren wird. Insgesamt waren in diesen Tagen acht Einsatzkräfte und sieben Fahrzeuge fast rund um die Uhr im Einsatz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert