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Neujahrsempfang der Chorknaben Uetersen : Die Schlickrutscher kommen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Männerstimmen der Chorknaben Uetersen gehen schon seit vielen Jahren auch eigene Wege. Und seit geraumer Zeit haben die Tenöre und Bässe einen klingenden Namen, der sich auf internationaler Bühne verkaufen lässt: „Sonux Ensemble“. Eine CD ist bereits unter diesem Namen bei Sony erschienen, eine weitere CD könnte in diesem Jahr folgen, ist dem Flyer, dem Chorprogramm für 2016, zu entnehmen.

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erstellt am 17.Jan.2016 | 17:52 Uhr

Beim Neujahrsempfang der Chorknaben am Sonnabend in der Gaststätte „Zur Erholung“ wurde verraten, dass die 35 Männer nun auch unter dem Label „Schlickrutscher“ unterwegs sind. Und das nicht alleine, sondern mit Yared Dibaba & Band. Der Moderator beim NDR-Fernsehen ist ein begnadeter Entertainer, Autor und Sänger. Seit einiger Zeit rappt er auch op Platt.

Norddeutsch. Ehrlich. Unkompliziert. Man kennt sich unter Künstlern. Und so, erzählte Lustig, arbeiteten Chor & Band seit Herbst 2015 intensiv zusammen. Rap, Hiphop, Funk & Soul ist das Metier des gebürtigen Äthiopiers. Und die Uetersener Männer bilden jetzt den sonoren Resonanzkörper – bei Partys, auf der Bühne und einfach immer dann, wenn der Spaß absolute Vorfahrt genießt. Die Offenheit in alle Richtungen, zeichnet die Chorknaben Uetersen aus. Ihr musikalischer Leiter nutzt seine Kontakte, um die jungen Männerstimmen stetig aufs Neue zu begeistern.

So zücken schon seit vielen Jahren verschiedene Komponisten ihre Feder, um Maßgeschneidertes für genau dieses Ensemble zu erschaffen. Mit Yared Dibaba haben sich die Männer nun ein neues Feld erschlossen. Einen kleinen Vorgeschmack auf das, was den Chor diesbezüglich in diesem Jahr erwarten könnte, gab es während des Neujahrsempfanges. Denn der NDR-Mann, sein Bruder Benjamin (Drums) und Fontaine Burnett (Gitarre) waren zu Gast „bei Ratjen“.

Der kurzweilige Vormittag wurde zudem von einigen Wortbeiträgen bereichert. So reflektierte Vorsitzender Thorsten Mann Raudies auf den Konzert-Marathon im Jubiläumsjahr. Fördervereinsvorsitzender Lutz Wesch ging unter anderem auf das Ehemaligenfest ein und dankte dabei nicht nur den vielen Förderern des Chores, sondern auch dem Ensemble Collegium Gaudium, das organisatorisch einen starken Part übernommen habe.

300 geladene Gäste mochten es wohl gewesen sein, die sich im großen Saal der Gastwirtschaft eingefunden hatten. Unter ihnen waren die Landespolitiker Thomas Hölck (SPD), Barbara Ostmeier (CDU) und Eka von Kalben (Grüne), Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Moorreges Amtsdirektor Rainer Jürgensen und viele Bürgermeister aus dem Kreisgebiet.

Was sind die „Highlights“ in 2016 für den Chor, bestehend aus derzeit 85 Sängern? Lustig benannte das Mitwirken der Männerstimmen beim Festival „Chor@Berlin des Deutschen Chorverbandes im Februar im Radialsystem, ein Konzert der Tenöre und Bässe in der Potsdamer Friedenskirche, das Mitwirken der Knabenstimmen am Konzert „Falling Still“ – ein Experiment in der Hamburger Laeiszhalle im Rahmen des Hamburger Musikfestes im Mai, ein weiteres Konzert unter dem Titel „Odi et Amo“, diesmal in Tornesch (Juni) und ein Konzert der Männerstimmen mit dem Saxophonisten Stefan Kuchel in der katholischen Kirche in Pinneberg (September). Zudem, so der musikalische Leiter, stehe eine Konzertreise in den Süden Deutschland an sowie ein Konzert der Männer in Greifswald.

Daneben gibt es den „ganz normalen“ Jahreskanon, sodass es auch in diesem Jahr weit mehr als 20 Gelegenheiten geben wird, den Chor musikalisch zu erleben. Auf 40 Auftritte aber werde man sicherlich nicht kommen. So viele Konzerte, sagte Vorsitzender Mann-Raudies, habe es im Jubiläumsjahr gegeben.

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