Treffen der Ruhestandsbeamten : Die Rosen lieben Sonne und Wind

Die Königin der Blumen stand beim jüngsten Treffen der Mitglieder des Bundes der Ruhestandsbeamten im Mittelpunkt. Der Vorsitzende des Ortsverbandes Ewald Höer hatte den Uetersener Rosenexperten Gerd Testorf eingeladen. Sein Wissen über die edlen Gewächse sowie Gartengestaltung und Gartenpflege stieß bei den Ruhestandsbeamten auf großes Interesse. Denn die meisten haben einen eigenen Garten und freuten sich über die Tipps, die ihnen Gerd Testorf in seinem Vortrag gab.

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18. Oktober 2012, 20:44 Uhr

Natürlich hatte der Gärtnermeister im Ruhestand, der aus dem 1,7 Hektar-Gelände seines ehemaligen Rosenbetriebes am Uetersener Katzhagen einen parkähnlichen Garten angelegt hat, auch verschiedene Rosen mitgebracht. Darunter eine Rose der Sorte „Mozart“. Die Strauchrose wurde 1937 gezüchtet, ist sehr pflegeleicht und blüht bis in den Herbst hinein. „Diese Rose ist meine Lieblingsrose“, verriet der Rosenfreund den Ruhestandsbeamten. Auch die Rosen namens „Feuerwerk“ oder „Pastella“ gingen von Hand zu Hand und wurden ob ihrer Blüte und ihres Duftes bewundert.

Die Ruhestandsbeamten erfuhren, dass die Herbstzeit die beste Zeit zum Rosenpflanzen ist, denn dann könnten sich die Wurzeln gut entwickeln. Nicht vergessen werden sollte, die Erde um die Rose als Schutz vor der winterlichen Kälte anzuhäufeln. Auch in den Gärten einiger Ruhestandsbeamten hatten im vergangenen Winter Rosen aufgrund der milden Temperaturen im Januar und der dann noch folgenden extremen Kälte Schaden genommen. „Bei Rosenstämmchen müssen Sie bei großer Kälte die Krone einpacken“, so der Fachmann. Gerd Testorf erläuterte, dass ein aus Tannenzweigen gebundener Strauß wie ein Hut über die Krone gestülpt werden sollte. Was das Zurückschneiden der Rosen betrifft, so gab Gerd Testorf den Rat, im Herbst nur „glatt zu schneiden“ und im Frühjahr insgesamt zwei Drittel der Pflanzenhöhe wegzunehmen. Bei Rosenstämmchen sollten die Wildschüsse im Ansatz abgerissen werden. „Die Rose ist königlich. Sie will ihr Reich verteidigen. Wenn sie gut zurückgeschnitten wird, entwickelt sie ordentliche Triebe“, so der Rosenfreund, der in seiner im Buchhandel erhältlichen Broschüre „Die Rose im Verlauf des Jahres“ alles zusammengefasst hat, was der Königin der Blumen gut tut.

So liebt die Rose nicht nur die Sonne, sondern auch den Wind. „Rosen brauchen Platz und Luft. Denn wenn sich die Feuchtigkeit in der Pflanze hält, entwickeln sich Pilze“, so Testorf. Er hat sein Wissen auch in die vor ein paar Jahren erfolgte Umgestaltung des Rosariums, durch das er regelmäßig gemeinsam mit dem Gartenexperten Hans-Heinrich Kruse führt, einfließen lassen. „Die Rose gehört ganz einfach zu Uetersen“, so Gerd Testorf, der auch im Vorstand des Vereins Rosenfreunde Uetersen engagiert mitarbeitet

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