zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 09:18 Uhr

Planspiel : Die Redezeit überschritten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Auf Vorschlag der Grünen Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms war David von Nobbe einer von 312 „Abgeordneten“ des Planspiels „Jugend und Parlament“. Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet stellten das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren in realistischer Weise nach. Der Wedeler Vertreter hatte die Aufgabe als Abgeordneter der fiktiven Christlichen Volkspartei (CVP), ein Gesetzesvorhaben auf den parlamentarischen Weg zu bringen.

shz.de von
erstellt am 09.Jul.2013 | 21:47 Uhr

Zur Debatte standen vier Gesetzesinitiativen, die in Fraktions- und Ausschusssitzungen erarbeitet wurden. Das Pro und Kontra wurde dann im Rahmen des fiktiven Gesetzgebungsverfahrens im Plenarsaal in Reden der Abgeordneten debattiert und abgestimmt.

In seiner Rede musste David von Nobbe für den Gesetzentwurf zur „Einführung anonymisierter Bewerbungen für Bundesbehörden“ plädieren. Wie bei richtigen Abgeordneten, die ihre Redezeit überschreiten, wurde er von der Vizepräsidentin Petra Pau freundlichst darauf hingewiesen, zum Ende zu kommen. „Ich sehe mich in meinen positiven Erwartungen mehr als bestätigt. Das Planspiel erfüllte den Zweck, die parlamentarische Demokratie kennenzulernen und aktiv an ihr teilzuhaben,“ fasst David von Nobbe seine Erfahrungen zusammen.

Auch den reich gefüllten Arbeits- und Terminplan lernten die jungen Parlamentarier kennen. Bereits um 6.45 Uhr stand das gemeinsame Fraktionsfrühstück auf dem Programm. Die Fraktionssitzungen und die Ausschüsse zogen sich über den ganzen Tag hin, meist bis spät in den Abend. Die Plenarsitzungen wurden von den echten Vizepräsidenten und Vizepräsidentinnen geleitet. Auch die Gelegenheit zu einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden ließen sich die Jungpolitiker nicht entgehen.

In einer Pause nahm David von Nobbe sich die Zeit, das Bundestagsbüro seiner Mentorin Valerie Wilms zu besuchen. Die „echte“ Abgeordnete erzählte von ihren eigenen Erfahrungen: „Ich halte solche Veranstaltungen für sehr wichtig. Die jungen Leute haben die Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen. Sie wissen jetzt, dass die Arbeit der Abgeordneten nicht nur im Plenarsaal stattfindet.“

Zur Abschlussveranstaltung im Plenarsaal bezeichnete Bundestagspräsident Norbert Lammert die Arbeit der Abgeordneten als „ebenso anstrengend wie lohnend“. Dieser Aussage konnte von Nobbe nach seinen Erfahrungen an drei anstrengenden Tagen im Berliner Politikbetrieb nur zustimmen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert