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Kriminalitäts-Statistik 2011 : Die Präventionsarbeit trägt Früchte

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Dass sich polizeiliche Präventionsarbeit langfristig auszahlt, machen die Zahlen der Kriminalitätsstatistik für Tornesch, Heidgraben und Groß Nordende deutlich: Seit 1999 gehen die Straftaten kontinuierlich zurück. Im vergangenen Jahr wurden in den drei Orten, die im Zuständigkeitsbereich der Tornescher Polizeistation liegen, 988 Straftaten begangen. Im Jahr 2010 waren es 1134 (Rückgang: -14,7 Prozent).

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erstellt am 02.Apr.2012 | 21:37 Uhr

Im schleswig-holsteinischen Landesvergleich sei Tornesch damit eine der Städte mit den wenigsten Straftaten, so Polizeihauptkommissar Hans-Otto Crantz. Dank der Patenschaften mit Schulen und Kindergärten und der engen Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum gibt es im Einzugsbereich der Tornescher Polizeistation keine jugendlichen Intensivtäter mehr und spielen jugendtypische Delikte kaum noch eine Rolle. „Unsere Arbeit von zehn Jahren trägt Früchte“, freut sich Hans-Otto Crantz. Als Stationsleiter hat er sich immer wieder für Personal in seinem Verantwortungsbereich stark gemacht, um diese Präventionsaufgaben leisten zu können. Mit 14 Kräften für einen Einzugsbereich von 16000 Einwohnern könne man nun gut arbeiten, so seine Einschätzung. An jedem Tag in der Woche, auch sonnabends und sonntags, ist die Polizeiwache am Thujaweg besetzt und unter 04122/95440 telefonisch zu erreichen. Im vergangenen Jahr hatte es im Einzugsbereich der Polizeistation 144 Fälle von Sachbeschädigungen gegeben. Im Jahr zuvor waren es noch 176 (Rückgang: -22,2 Prozent).

Noch größer ist der Rückgang beim sogenannten einfachen Diebstahl. Da wurden 137 Fälle gemeldet. Im Jahr 2010 waren es 173 Fälle. Einbrüche in Wohnungen oder Häuser hat es im vergangenen Jahr in Tornesch, Heidgraben und Groß Nordende 22 gegeben. Die Zahl sei als gering einzuschätzen, auch wenn es im Vorjahr mit 15 Fällen noch weniger Delikte gegeben habe, so Hans-Otto Crantz. Eine Konzentration in einem der Orte oder in einem bestimmten Wohngebiet würde es nicht geben, macht der Stationsleiter deutlich. „Es gibt da keine Schwerpunkte, die besondere Polizeipräsens erfordern würde.“ Zurückgegangen sind auch die Rohheitsdelikte (Raub, Körperverletzung). Im Jahr 2010 waren es 117 Fälle, im vergangenen Jahr 97. Zum Vergleich: Es gab Jahre mit 160 bis 170 sogenannter Rohheitsdelikte.

Etwa konstant geblieben sind die gemeldeten Fälle von Betrug (vor allem Internetbetrug). 2010 waren es 114, im vergangenen Jahr 108. Sexualdelikte wurden im vergangenen Jahr 3 gemeldet (2010: 4) und Rauschgiftdelikte 18 (2010: 16). „Es gibt keine Drogenszene. Die Rauschgiftdelikte wurden bei Routinekontrollen festgestellt“, betont Hans-Otto Crantz. Als gestohlen wurden im vergangenen Jahr 138 Fahrräder gemeldet, im Jahr davor waren es noch 151. Die Aufklärungsquote beim Fahrraddiebstahl ist gering. Aber ansonsten sind die Polizeibeamten ziemlich erfolgreich, so dass die allgemeine Statistik eine Aufklärungsquote von 44,3 Prozent (im Vorjahr sogar 45 Prozent) aufweist.

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