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Parkpalette : Die Politik will erst alle Konzepte durcharbeiten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Keine klare Aussage zu Betzlers Idee.

Uetersen | Jetzt sind die Politiker gefragt. Fünf Gebote und Konzepte, die Neugestaltung der Parkpalettenfläche „An der Klosterkoppel“ / Lienaus Allee betreffend, haben das Rathaus pünktlich erreicht. Das sagte gestern Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) auf Nachfrage. Mit Florian Betzler hat der erste Unternehmer verraten, was er will: Wohnungen bauen. Entscheiden wird der Rat, die Sichtung aller Entwürfe obliegt den Mitgliedern des Bauausschusses.

Wie beurteilen die Fraktionsvorsitzenden Betzlers Idee? Thorsten Berndt von den Grünen sagt, dass es ein positives Angebot sei. „Genauso, wie wir es uns wünschen. Es zeigt, dass die innerstädtische Fläche einen hohen Wert hat.“ Auch zeige das Angebot, welche Potenziale es in der City gebe. Das sei eine gute Entwicklung.

Toll seien die beiden Spielplätze für unterschiedliche Altersgruppen, so Berndt. So gehöre es sich bei einer modernen Stadtplanung. „Wir sind gespannt auf die weiteren Angebote. Herr Betzler setzt die anderen Bewerber mächtig unter Druck.“ Berndt wünscht sich nun noch, dass das Konzept des Hamburgers auch staatlich geförderten Wohnraum umfasst. Berndt: „Ich hoffe, dass die anderen Fraktionen jetzt endlich aufwachen und erkennen, welche Potenziale in der Fläche stecken.“

Andreas Stief von der CDU gibt sich zurückhaltender in der Beurteilung der Wohnbebauungs-Idee. „Ich möchte mich dazu nicht auslassen.“ Um sich ein Urteil bilden zu können, benötige er alle eingereichten Konzepte. Erst dann wolle er sich im Detail dazu äußern. Grundsätzlich sei es allerdings so, dass er sich darüber freue. „Und genau das war das Ziel unseres Stammtisches. Wir haben uns gewünscht, dass wir eine Vielzahl von Konzepten bekommen, die über das hinausgehen, was bislang angedacht war“, sagt Stief. Hans-Dieter Witt (BfB) kommentiert: „Seine Idee ist nicht schlecht. Uns fehlt aber ein Discounter auf dieser Ecke. Sechs Vollgeschosse plus Staffelgeschoss halte ich jedoch für zu hoch.“ Fünf Etagen seien nach seiner Einschätzung genug. Der Politik würden demnächst alle Konzepte vorgelegt. Danach werde auch die BfB entscheiden.

Ingo Struve von der SPD sagt, dass sich seine Fraktion einen Nahversorger am Standort wünsche. „Aus der Bevölkerung haben wir gehört, dass dort ein Markt fehlt. Insbesondere die älteren Menschen aus dem Nordwesten der Stadt wünschen sich einen solchen in zentraler Lage“, so der Sozialdemokrat. Er sei zudem skeptisch, dass der Standort für eine Wohnbebauung geeignet ist. Und die politisch geforderten 200 frei nutzbaren Parkplätze plus die Parkplätze für die Wohnungen könne er sich dort auch nicht vorstellen. Struve gibt aber zu, dass der Preis, den Betzler bietet (1,45 Millionen Euro) „interessant“ sei. Bevor sich seine Fraktion entscheide, gelte es aber, alle Konzepte zu studieren.

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erstellt am 16.Feb.2017 | 10:00 Uhr

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