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Bauvorhaben Jahnstraße : Die „Pinnau“ hilft der Stadt aus der Klemme

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Aus der Not eine Tugend machen und sich für die Zukunft aufstellen, das ist derzeit in der Rosenstadt möglich. Die Flüchtlingsströme stellen Europa vor eine Zerreißprobe. Wohin mit den Flüchtlingen und Asylbewerbern, die täglich zu Tausenden die Grenzen passieren und das mindestens so lange tun werden, bis Krieg und Terror aus ihren Heimatländern gewichen sind? Perspektivlosigkeit und Resignation sind weitere Fluchtursachen. Bund, Länder und Kommunen sind gefordert. So auch Uetersen. Wohnungen müssen her, damit die Flüchtlinge auch weiterhin dezentral untergebracht werden können. Die Wohnungen, die jetzt mithilfe von Fördergeldern vor Ort entstehen und dabei anerkannte Standards berücksichtigen, werden auch nach der Zeit der Flüchtlingszuströme Bestand haben und dann allgemeiner Wohnraum sein können.

shz.de von
erstellt am 25.Jan.2016 | 19:39 Uhr

Städtebaulich bietet sich Uetersen daher jetzt die Chance, sich für die Zukunft neu aufzustellen. Drittmittel stehen zur Verfügung, bürokratische Hemmnisse wurden, der Not gehorchend, abgebaut. Am Donnerstag wird sich der Bauausschuss ein weiteres Mal mit dem Vorhaben der gemeinnützigen Bau- und Siedlungsgenossenschaft „Pinnau“ befassen, an der Jahnstraße (Spielplatz) ein siebengeschossiges Wohngebäude zu errichten (sechs Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss). Ähnlich dem Gebäude an der Jahnstraße 4, doch langgestreckt und unter Berücksichtigung modernsten Standards.

41 öffentlich geförderte Wohnungen können so entstehen. Voraussetzung für die Umsetzung des Vorhabens ist die Verkleinerung der Spielfläche. Diese wird von der „Pinnau“ nach Gebäudefertigstellung allerdings neu gestaltet und soll so für die Kinder einen höheren Nutzen hervorrufen.

Die Pinnau hat der Stadt angeboten, ihr 41 Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen zu Verfügung zu stellen, sobald ein Bauvorbescheid für das neu zu bauende Haus und ein rechtskräftiger Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt vorliegt. Zwar verfügt die Pinnau, die ihre 630 Wohnungen insbesondere an Rentner mit kleiner Rente und Menschen mit geringem Einkommen vermietet, derzeit über keine freien Wohnungen, doch gibt es bis zu 80 Mieterwechsel pro Jahr. Die Umsetzung des Vertrages wäre also gewährleistet.

Die Baupolitiker werden sich mit der Aufstellung der Bauleitplanung befassen. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung an die Politik lautet wie folgt: Der Bebauungsplan Nr. 16 für das Gebiet: „Nördlich der Lindenstraße, östlich Katharinenstraße und südwestlich der Jahnstraße" soll wie folgt geändert werden: Im Bereich der Jahnstraße soll das Planungsrecht für den Neubau eines mehrgeschossigen Wohngebäudes geschaffen werden.

Der Aufstellungsbeschluss ist ortsüblich bekannt zu machen.

Mit der Ausarbeitung des Planentwurfs soll ein Planungsbüro beauftragt werden.

Von der frühzeitigen Unterrichtung und der Erörterung wird abgesehen.

< Die frühzeitige Unterrichtung der Öffentlichkeit mit der Erörterung über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung soll im Rahmen einer öffentlichen Darlegung durchgeführt werden. Sitzungsbeginn ist um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

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