Parteigründung : Die neue Kraft für Uetersen

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Die „Grünen“ sind wieder da! Am Donnerstag hat sich, unter Leitung des Kreisgeschäftsführers Thorsten Berndt und der Kreisvorsitzenden, Regine Wilms, die junge Truppe formiert, die schon seit geraumer Zeit zusammensitzt und über grüne Politikfelder debattiert. Seit fast zehn Jahren sitzt kein Grüner mehr im Stadtparlament. Denn nach der Ära der GAL ließ sich niemand mehr finden, der für „Innovation, Lebendigkeit, Kreativität und vor allem Nachhaltigkeit“ sorgen wollte, so die Feststellung der neuen Ortsgruppe, die spätestens im Januar 2013 so fit sein will, um bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr achtbar abzuschneiden.

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27. Januar 2012, 20:58 Uhr

Doch bis dahin ist es wohl noch ein langer Weg. Mit Sylvia Jacobi, Angela Alexander, Jürgen Hartmann (gewählt in Abwesenheit) und Thorsten Berndt wurde zwar ein Vorstand gefunden, der Alt und Jung zusammenführt, doch sind es überwiegend Menschen, die sich der aktiven Politik bislang nicht zugewandt haben, also noch einiges Rüstzeug erwerben müssen, um den Anforderungen gerecht werden zu können.

Die Gründung des Grünen-Ortsvereins vollzog sich im Restaurant Roses an der Alsenstraße. Dort werden nun auch die monatlichen Treffen stattfinden, bei denen weiter am Profil gearbeitet werden soll.

Die 14 eingetragenen Mitglieder vor Ort suchen noch viele Mitstreiter. Unter anderem auch solche Menschen, die sich vorstellen können, ein Mandat auszuüben. Die „Grünen Stammtische“ sind jeden 2. Donnerstag im Monat und beginnen immer um 19 Uhr.

Das ist den Grünen wichtig

eckpunktepapier Nachhaltigkeit, Zusammenarbeit, BeteiligungUetersen (pl). Was bedeutet eigentlich „grüne Politik“? Die Definition haben die Grünen, die am Donnerstag im Restaurant Roses einen Ortsverein gegründet haben, in einem Eckpunktepapier ausführlich dargestellt. Demnach ist der jungen grünen Kraft vor allem wichtig: – noch mehr Beteiligung der Menschen vor Ort, insbesondere durch eine frühzeitige und offene Einbindung der Bürger bei Planung und Projekten. – den Blick über die Ortsgrenzen hinaus durch eine bessere Zusammenarbeit mit den benachbarten Kommunen. – Stärkung von Umweltschutz und Wirtschaft durch eine konsequente Vernetzung der beiden Themenkomplexe. – das Denken über die Wahlperiode hinaus. Investitionen erfordern Weitblick, insbesondere hinsichtlich ihrer Folgen. – die Stärkung des Mottos „Vorbeugen statt Reparieren“ sowohl in der Sozial- als auch in der Umweltpolitik. Besonders in der Familien-, Kinder- und Jugendpolitik muss die Prävention gestärkt werden. Dazu gehört eine optimale Bildungspolitik als beste Investition in die Zukunft. – Eine Verkehrspolitik, die noch mehr auf zu Fuß gehen, Rad fahren und die Nutzung von Bus und Bahn setzt.

Das Eckpunktepapier der Uetersener Grünen stellt einen Ausschnitt aus dem Spektrum grüner Politik dar, also einer Politik, die für Nachhaltigkeit stehen möchte. Nicht nur die Kommunalwahl ist für die Grünen vor Ort ein Ziel, zunächst geht es für den jungen Ortsverein darum, möglichst gut bei der vorgezogenen Landtagswahl abzuschneiden. Bekanntlich werden die schleswig-holsteinischen Wähler am 6. Mai an die Wahlurnen gerufen.

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