zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 08:35 Uhr

Filmproduktion : Die Marsch kommt ins Fernsehen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein Rasenmäher heult auf. Irritiert blicken die Frau und die beiden Kinder, die auf der Terrasse vor dem Reetdachhaus Marmeladenbrötchen essen, auf. „Schnitt!“, brüllt der Regisseur Till Franzen. Produzent Karsten Aurich rennt los, um den Anwohner zu bitten, seinen Rasen zu einem anderen Zeitpunkt zu stutzen. Denn bei der Szene handelt es sich nicht etwa um ein idyllisches Familienfrühstück, sondern um einen Filmdreh.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 18:04 Uhr

Vom 7. Juli bis zum 7. August drehte die Berliner Produktionsfirma sabotage films im Auftrag der ARD in der Haseldorfer und Seestermüher Marsch. Produziert wurde eine Komödie unter dem Arbeitstitel „Maikes schwarze Schafe“. Im Mittelpunkt des Films steht Maike (gespielt von Julia Hartmann), die nach Jahren der Abwesenheit in ihr norddeutsches Heimatdorf Füdrum zurückkehrt. Unangekündigt schlägt sie mit ihren beiden Kindern die Zelte vor dem Haus ihrer Mutter Inge (Suzanne von Borsody) auf, mit der sie im Streit auseinander gegangen ist. Nun möchte die dynamische Frau herausfinden, wer der Vater ihres Sohnes ist. Dafür kommen gleich drei Männer in Frage, einer von ihnen ist Bauer Hinnerk (Florian Panzner). Und schon bringt Maikes Ankunft das Gefüge des Küstenortes gehörig durcheinander.

Als Karsten Aurich das Drehbuch für den Film las, kam ihm sofort eine norddeutsche Musterlandschaft mit alten Bäumen und Häusern in den Sinn. Der gebürtige Hamburger erinnerte sich an die Haseldorfer Marsch, wo er in seiner Jugendzeit oft am Deich spazieren gegangen ist. Im Oktober des vergangenen Jahres reiste er daher in die Region, um vor Ort zu recherchieren und erste Kontakte zu knüpfen. Von Anfang an mit an Bord war der Haseldorfer Ernst Schüder, dessen schwarze Schafe eine wesentliche Funktion im Film einnehmen und vom Schäfer selbst trainiert wurden.

An 22 Drehtagen entstanden allerhand Aufnahmen in verschiedenen Dörfern der Marsch. Hauptschauplatz war vor allem Seester, wo das Haus von Oma Inge steht. Doch auch Marscher Wahrzeichen, wie die Klevendeicher Drehbrücke und der Haselorfer Hafen, werden zu sehen sein. Das Restaurant Aal-Kate wird Füdrums Dorfgasthof verkörpern. Luftaufnahmen der Region runden das Gesamtbild ab. Die Marscher Einwohner werden ihre Heimat im Film daher auf jeden Fall wieder erkennen.

Die Crew zeigte sich mit den Dreharbeiten im wesentlichen zufrieden. So habe die Kooperation mit den örtlichen Behörden und den Anwohnern gut funktioniert. Straßensperrungen wurden äußerst gelassen hingenommen. Als problematisch gestaltete sich jedoch der rege Flugverkehr in der Marsch, der die Tonaufnahmen störte. Mit neugierigen Zaungästen habe es keine Komplikationen gegeben, dafür aber mit dem norddeutschen Wetter.

Voraussichtlich Ende April 2016 wird der Spielfilm dann an einem Freitag um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert