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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 01:25 Uhr

Ausstellung : Die Leidenschaft des Sammelns

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wer sammelt und warum? Eine interessante Frage, die das Verhältnis zwischen privatem Mäzenatentum und der öffentlichen Institution berührt.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2012 | 20:51 Uhr

Die neue Bilderschau in der Kieler Kunsthalle, Düsternbrooker Weg 1, wurde anlässlich des 190. Geburtstages – der Stifterin der Kunsthalle Charlotte Hegewisch (1822-1903) – gewidmet. Mit ihrem Vermächtnis als Professorentochter begann 1887 die Geschichte der Kunsthalle Kiel am heutigen Standort. Bereits der Titel der Ausstellung: „Gute Gesellschaft – Lotte Hegewisch und das Mäzenatentum – von Georg Friedrich Kersting bis Gerhard Richter“, gibt Aufschluss über die Geschichte des Hauses und die Beweggründe des Sammelns.

Denn rund 250 vertretende Werke, u. a. von Albrecht Dürer, Rembrandt, Ilja Repin, Max Liebermann, Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner, Marlene Dumas sowie Tal R und historische Fotografien sind ausgestellt. Es wird in der sehenswerten Sammlung außerdem das persönliche und politische Umfeld der Lotte Hegewisch sowie die Geschichte des Schleswig-Holsteinischen Kunstvereins und das Gesamtbild Schleswig-Holsteins in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts thematisiert.

Die in Kiel geborene und in Berlin lebende Künstlerin Wiebke Siem hat extra für diese Ausstellung eine „raumgreifende, surrealistisch anmutende Installation“ erarbeitet. Sie erweckt assoziative gesellschaftliche Normen und erinnert an die Anfänge der modernen Formensprache.

Ein anderer Schwerpunkt dieser Schau sind einzelne Sammlungskonvolute. Darunter befinden sich vier Sammlerpersönlichkeiten des 19. und 20. Jahrhunderts. Es sind Albert Hänel, Ludwig Gustav Heinzelmann, Carl August Petersen und Paul Wassily, die für die Kieler Sammlung zentral sind. Hier offenbart sich das Verhältnis zwischen Museen, privaten und öffentlichen Sammlungen und dem nicht unerheblichen Faktor der Geldmittel, insbesondere für die Zukunft.

Zur Ausstellung ist ein Katalog von Direktorin Anette Hüsch als Herausgeberin u. a. mit 90 Farbabbildungen, Interviews und Statements von Max Hollein und Eske Nannen erschienen. Öffnungszeiten bis 24. Juni: Di. - So. 10-18 Uhr, Mi. 10-20 Uhr. Eintritt: 7 erm. 4 Euro. Familienkarte: 12 Euro.

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