Interkulturelle Wochen : Die Kulturen vor der Haustür

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13. September 2011, 22:09 Uhr

Elmshorn. Elmshorn ist ein Schmelztigel der Kulturen. Menschen aus zahlreichen Nationen leben neben- und miteinander. Diese Vielfalt können Besucher von zwei Interkulturellen Wochen ab Freitag, 23. September, mit allen Sinnen erleben. Das Frauennetzwerk Elmshorn lädt zu einer Installation, einem Film, einer ökumenischen Andacht, einer Performance, einer Ausstellung, Theaterstücken, Diskussionen und einem Büfett ein. „Wie man zusammen isst, diskutiert, feiert und zusammen Zeit verbringt, ist etwas ganz Alltägliches. Jetzt soll es einen besonderen Rahmen erhalten“, sagte gestern Allegra Tekleab, die zum 1. Juni die neu geschaffene Stelle der Integrationskoordinatorin der Stadt Elmshorn antrat.

Die Künstlerin Leman Stehn ist selbst durch ein Wechselbad der Kulturen gegangen. Geboren in Istanbul kam sie 1969 als Türkin nach Deutschland, lebte später als „Deutschlerin“ wieder in der Türkei. „Die Mechanismen der Ausgrenzung sind an jedem Ort zu erleben, überall gibt es aber auch Menschlichkeit“, sagte sie. Zum Auftakt am Freitag, 23. September, im Industriemuseum wird sie eine Performance mit Gedichten und Liedern vorführen. Die Schwierigkeiten der Integration kommen bei einer Podiumsdiskussion am Freitag, 30. September, beim Einwandererbund auf den Tisch. „Nur von meiner Seite kann ich mich nicht integrieren“, sagte Gülay Akkaya.

Internationale Spezialitäten werden am Sonnabend, 1. Oktober, im Rathaus gereicht. Vorher wird ein witziger Film über Frauen aus zwei Kulturen gezeigt, die beim Kochen aneinandergeraten. Das Programm gibt es im Elmshorner Rathaus und im Internet unter www.elmshorn.de.

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