Aufführung : Die Kleinen mit der großen Stimme

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So was Süßes! Die Leistungen der Chorknaben Uetersen kennt und schätzt das Publikum seit Jahrzehnten. In Uetersen, der Umgebung und auch im Ausland wie zuletzt in den Vereinigten Staaten von Amerika. Doch irgendwie müssen die Jungen ja zu ihrer Stimme kommen. Diese Arbeit geschieht zwar ebenfalls nicht im Verborgenen, steht aber dennoch außerhalb des Rampenlichts.

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23. September 2012, 17:45 Uhr

Denn bei der Vorchorarbeit kommt es vornehmlich darauf an, die Erst- bis Viertklässler fit für den Hauptchor zu machen. Drei Jahre dauert diese Arbeit, an der neben Chorknaben-Dirigent Hans-Joachim Lustig und Stimmbildner Harald Stockfleth insbesondere Susanne van den Bos beteiligt ist. Ihr obliegt die Aufgabe, die Jungen von der ersten Klassenstufe an zu „trainieren“, so dass sie schließlich in die Kurrende kommen, der letzten Vorchorgruppe.

Doch weil sich Jungen nicht nur untereinander vergleichen wollen, sondern auch gerne zeigen, was sie können, gibt es zumindest einmal im Jahr Gelegenheit, sich vor einem größeren Publikum zu präsentieren: Beim Konzert der Vorchorgruppen. Die erste von zwei Aufführungen fand am Sonnabend in der Christuskirche statt. Unter dem Motto: Das Leben der Tiere ist nicht nur schön, sondern geeignet, besungen zu werden, begaben sich die Chorkinder in die Welt der Hühner, Kaninchen, Fische, Buntspechte und abschließend sogar in den Urwald. Die Kompositionen von Peter Schindler bereiteten den Jungen sichtlich Freude. Und die Konzertbesucher quittierten die Sangesfreude mit entsprechend viel Applaus.

Neben den drei Vorchören wirkten am Konzert auch Erwachsene mit. So begleiteten Jutta Squar-Eggert (Percussion) und Tobias Müller (Klavier) den Gesang instrumental. Andreas Büsse moderierte den Nachmittag fachmännisch. Michael Preiß und Marten Stark spielten Stücke von Bach, Miller und Händel für Posaune. Die beiden Gymnasiasten zeigten zudem, dass sie Musikstücke bearbeiten (arrangieren) können. Greensleeves und „The Entertainer“ auf der Posaune – das gab’s zuvor noch nicht. Heimlicher Star des Nachmittages aber war der Siebenjährige Haakon Bendix, der unter anderem einen Walzer von Chopin interpretierte.

Wer sich nun ärgert, nicht dabei gewesen zu sein, sollte sich den 29. September vormerken. Dann zeigen die kleinen Chorknaben noch einmal, was sie drauf haben. Natürlich wieder von 16 Uhr an in der Christuskirche an der Tantausallee. Der Kartenverkauf beginnt eine halbe Stunde vor dem Konzert.

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