Qualitätsoffensive der Verteidigungsministerin : Die Kaserne in Appen soll noch attraktiver werden

Seitdem die Bundeswehr durch politischen Beschluss von der Wehrpflicht befreit worden ist, durchzieht die Truppe eine Attraktivierungsdisskussion. Die Frage: Wie bringe ich Männer und Frauen dazu, sich auch in Zukunft für die Bundeswehr zu entscheiden. Als Arbeitgeber, der zugleich die Verteidigungsfähigkeit des Landes sicherstellen soll?

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30. Juli 2014, 21:24 Uhr

Die Bundesrepublik Deutschland ist „umzingelt von Freunden“. Patriotismus alleine ist also kein überzeugendes Argument. Auch das Wort von Verteidigungsminister Peter Struck, der einst die Parole ausgab, dass Deutschland (nun) auch am Hindukusch verteidigt werde, vermag junge Leute nicht so recht zu überzeugen.

Was kann also getan werden, um die Bundeswehr in die Lage zu versetzen, als ein moderner und vor allem attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden? Eine Attraktivitätsoffensive muss her!

Eine solche hat das Verteidigungsministerium unter Federführung der Ministerin nun entwickelt.

Ursula von der Leyen stellte sie inzwischen auch vor. Insgesamt rund 100 Millionen Euro sollen in den kommenden fünf Jahren dafür ausgegeben werden. Ganz oben auf der Agenda „Bundeswehr in Führung – Aktiv. Attraktiv. Anders“ steht neben neuen Arbeitszeitmodellen und Maßnahmen, die zu weniger Versetzungen und einer besseren Karriereplanung führen sollen, auch die Balance zwischen Familie und Dienst, die zukünftig besser gelingen soll.

Ein Ziel ist diesbezüglich die Gestaltung von moderner Arbeitsumgebung. Noch in diesem Jahr wird unter anderem die Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw) am Standort Appen vom Attraktivitätsprogramm profitieren.

Geplant ist eine verbesserte Raumausstattung der Unterkünfte für die Lehrgangsteilnehmer. „Ich freue mich über die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, die Unterkünfte zusätzlich mit Fernseher, Kühlschränken, Stehlampe und Wandspiegel auszustatten“ erklärte Oberst Klaus Christian Kuhle, Kommandeur der Luftwaffenschule, nach Eingang der guten Nachricht aus Berlin.

Aus Sicht des Kommandeurs ist das ein erster erfreulicher Schritt hin zur Umsetzung der Attraktivitätsoffensive.

Werden doch mit der Zulieferung des Unterkunftsmobiliars die Veränderungen gerade auch für den jungen Luftwaffenunteroffiziernachwuchs ganz persönlich sichtbar und greifbar.

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