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St. Johannes und St. Michael : Die gute Seele geht

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Helga Gätjens ist die gute Seele gleich zweier Kirchengemeinden, der St Michael-Gemeinde in Moorrege/Heist und der St. Johannes Gemeinde in Appen. Und nicht nur die Pastorinnen und Pastoren beider Gemeinden, sondern alle, die mit ihr als Gemeindebüro-Leiterin zu tun hatten, lassen sie jetzt ganz schweren Herzens ziehen. Denn die nun 65jährige geht in den Ruhestand.

shz.de von
erstellt am 26.Dez.2013 | 19:06 Uhr

In einer sehr bewegenden Feierstunde im neuen Gemeindehaus in Appen nahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kirchenvorstand, Kolleginnen und Kollegen vom Kindergarten und der Friedhofsverwaltung beider Gemeinden von ihr Abschied, nachdem Pastor Frank Schüler sie mit der geschmückten Fahrradrikscha von ihrem alten Arbeitsplatz in das lichtdurchflutete neue Gemeindehaus kutschiert hatte.

Ausgesprochen flexibel, immer ausgeglichen, von großer Menschlichkeit, mit der sie auf alle Besucher und Mitarbeiter zugeht – das sei Helga Gätjens, waren sich die drei Pastoren Vivian Reimann-Clausen, Stefan Weißflog und Frank Schüler absolut einig.

Und auch die Appener Kirchenvorstandsvorsitzende Irmgard Paysen, die während 30 Jahren wohl am längsten mit Helga Gätjens zusammen gearbeitet hat, fand nur lobende Worte für die sympathische Appenerin, die sich selbst als „Appener Urgestein“ bezeichnet. Als sie in den Kirchenvorstand kam habe sie selbst keine Ahnung von der Führung eines Kirchenvorstandes gehabt, Helga Gätjens habe immer einen guten Rat parat gehabt.

Auch Pastor Frank Schüler erinnert sich an seine Anfangszeit in der Gemeinde. „Sie hat mir entscheidend geholfen, in der Gemeinde wirklich anzukommen“ erzählt er und gesteht, dass er trotz seiner Fähigkeit, zu jeder Gelegenheit tüchtig zu „quasseln“, dieses Mal einen richtigen Kloß im Hals habe, wenn er bedenke, dass ihn seine Gemeindebüroleiterin nicht mehr auf ihrem Arbeitsplatz anstrahle und Ordnung in sein bürokratisches Arbeitsleben bringe. Nur zweimal habe sie in den ganzen Jahren richtig mit ihm geschimpft. Warum ? Das ginge allerdings keinen etwas an.

Auch die Moorreger werden die Appenerin enorm vermissen, wo sie auch in den acht Jahren so manche schwierige Situation elegant gemeistert habe. Pastorin Vivian Reimann-Clausen: „Ich denke da auch an manch persönliches „Frauengespräch“ in denen wir uns näher gekommen sind“.

Im Januar wollen und können die Appener noch einmal bei einem Festgottesdienst Abschied nehmen, aber so ganz weg ist Helga Gätjens nicht. Erst einmal möchte sie ihren Ruhestand auf Reisen mit ihrem Mann genießen, aber für so manches kirchliches Ehrenamt wird sie dann – zuverlässig, wie sie immer war – weiter zur Verfügung stehen.

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