Nominierung : „Die Grünen sind das Original“

„Der dritte Sitz ist unser Ziel für die Kommunalwahl am 26. Mai“, verkündet Helmuth Kruse, Nummer 1 der Liste zum Urnengang am 26. Mai. Dazu müsste nur das Ergebnis der Wahl 2008 wiederholt werden. Grund: Ausgezählt werden die Mandate diesmal nach dem Berechnungsverfahren Sainte-Laguë/Schepers. Bei der vorerst letzten Kommunalwahl wurde nach d’Hondt ausgezählt, das kleinere Parteien benachteiligt.

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19. April 2013, 21:25 Uhr

771 Kreuzchen wurden bei Bündnis 90/Die Grünen gemacht, was 15,6 Prozent bedeutete. Schon damals fehlten nur wenige Stimmen, um der CDU einen Sitz abzujagen. „Wir sind das Original“, betont Kruse. Für Atomausstieg und Klimaschutz habe sich seine Partei zuerst eingesetzt, auch wenn die Union die Ziele nun ebenfalls verfolge. In Moorrege sei es mit dem Klimaschutz allerdings noch nicht so weit her, wie sich gezeigt hat, als die CDU das von den Grünen beantragte Fifty-Fifty-Programm für kommunale Liegenschaften niederstimmte. Mit einem Energie-sparkonzept wollen die Grünen die Umwelt und das Gemeindesäckel schonen.

„Mehr Transparenz für Moorrege“ steht ganz oben auf dem Grünen Wahlprogramm. „Wir werden nicht rechtzeitig informiert“, kritisiert er das Vorgehen der CDU-Mehrheitsfraktion mit Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg. Als Beispiele nennt er die Pläne für die „Schafweide“ sowie das Betreute Wohnen.

„Große Sorgen“, so Kruse, machen sich die Grünen um das Schulzentrum Moorrege. Nach dem Willen der Landesregierung soll aus der Regional- eine Gemeinschaftsschule werden. Dieses Verfahren wird durch den Schulzweckverband – an der Spitze der Verbandsversammlung steht Karl-Heinz Weinberg – nicht angegangen.

In die Angebote der Schulen im Umland wurde von den dortigen Kommunen investiert, Stichwort offene Ganztagsschule und Mensa. Im Moorreger Schulzentrum hat sich dagegen nichts getan. „Fit für die Zukunft“ müsse das Motto sein. Kruse fordert die Umwandlung in eine offene Ganztagsschule.

Die Grünen wollen die Kommune an der Breitbandinitiative des Amtes und des Abwasser-Zweckverbandes beteiligen. Fracking, also das Auswaschen von Gas und Öl aus der Erde mithilfe von giftigen Chemikalien, wäre in Moorrege möglich. Die Ökopaxe wissen, dass darüber in Berlin und Kiel entschieden wird. Doch Moorrege sollte Flagge gegen Fracking zeigen, steht für sie fest.

Familienfreundlicher soll das Dorf werden. Dazu gehört für die Grünen eine vernünftige Jugendarbeit – das Jugendhaus wurde während der nun auslaufenden Wahlperiode geschlossen – sowie die Entwicklung eines Schulwegsicherungskonzeptes.

Viel Erfahrung und zwei Neulinge

Die beiden derzeitigen Gemeindevertreter von Bündnis 90/Die Grünen, Helmuth Kruse und Jörg Schneider, stehen auf Platz 1 und 2 der Liste zur Kommunalwahl. Sollte die Partei ihr Wahlziel erreichen und den dritten Sitz holen, würde Viola Weiß in das Dorfparlament einziehen. Neulinge in der Kommunalpolitik sind Thorben Repenning und Barbara Stegert auf Ranz 4 und 5 der Liste.

Mit Letztgenannter haben die Moorreger Grünen erstmals einen Kandidaten aus dem Gemeindeteil Bauland. Ihr Schwiergervater saß übrigens einst für die CDU in der Gemeindevertretung.

Die weiteren Nominierten sind erfahren in der Kommunalpolitik. Es folgen von Platz 6 bis 10 Jochen Kuik, Gundula Kuik, Sabine Gniot-Voß, Renate Kruse und Beate Pahler. (tp)

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